Ego execro, ergo sum

Ich fluche, also bin ich oder die Frage, wie viele Schmuddelwörter verträgt eine Geschichte…

Fluche ich zu viel? Nach einer kleinen Suche im Text, muss ich leider zu geben, dass es schon hart an der Grenze ist. Das F-Wort benutze ich 55 Mal und die etwas schnödere Bezeichnung für das männliche Geschlechtsorgan tatsächlich 167 Mal. Das weibliche Pendant dagegen „nur“ 93 Mal.

Ich gebe zu, man könnte vielleicht auch mit weniger expliziten Worten auskommen, aber die eigentliche Frage, die sich stellt, ist doch die: Wieso rede ich so viel über das männliche Geschlechtsteil und so „wenig“ über das weibliche? Bin ich besessen? 😉

Eine der besten Szenen im ersten „Sex and the City“-Film ist es, als sich Samantha fragt, ob Liebe heißt, dass sie seine Bedürfnisse immer vor ihre stellen muss. Ihr Ausspruch „Ich liebe dich, aber ich liebe mich mehr“ ist vielleicht einer der ehrlichsten der ganzen Serie. Man sollte auf keinen Fall vergessen, dass es auch auf einen selbst ankommt, dass man sich selbst nicht aufgeben darf, dass man gut zu sich selbst sein muss.

Wie bin ich jetzt von Fluchen darauf gekommen? Ach ja, ja, ich fluche und ich denke nicht, dass ich das abstellen werden, aber vielleicht, nur ganz vielleicht, ist es doch ein klein wenig exzessiv, wenn ich das F-Wort auf jeder sechsten Seite verwende 😉

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