Das Ende

Immer und immer wieder werde ich gebeten, die Geschichte von Thea nicht mit dem vierten Teil enden zu lassen und ich verstehe das. Ich verstehe es sogar sehr gut, weil Thea, Tom, Will und Matt sich wie gute Freunde anfühlen, die mich mittlerweile seit einem halben Jahr täglich begleiten. Ich „sehe“ niemanden sonst täglich, nur sie. Sie stehen mit mir auf, verbringen den Tag mit mir und dann gehen wir ins Bett. Sie haben Spaß zusammen und ich… Ach, lassen wir das.

Ich verstehe, warum man sie nicht loslassen will, mir sind sie auch ans Herz gewachsen, aber nach Teil 4 ist Schluss. Definitiv.

Hier sind meine Gründe:

  1. Die Geschichte ist bis jetzt über alle Maßen gut angenommen worden. Es gibt nur wenige negative Stimmen, die überwältigende Mehrheit liebt sie. Sie verdient ein würdiges Ende. Ich bin froh, dass mich der Fluch des dritten Buches scheinbar nicht getroffen hat, aber eventuell mache ich ja als neue Kategorie den Fluch des vierten Buches auf. Aber wie auch immer, eine Geschichte künstlich zu verlängern, so dass sie nachher nur noch ein Gerippe ist und nicht mehr das hält, was sie einst versprochen hat, ist nie eine gute Idee. Es gibt so viele Beispiele, wo dies versucht wurde und es der Geschichte absolut nicht gut getan hat. Und das möchte ich für meine Vier nicht, weil ich sie liebe, weil sie mir wichtig sind. Sie brauchen und verdienen ein würdiges Ende.
  2. Ich mag es nicht, wenn Autoren immer wieder ihre Meinung ändern. Ich hasse es, wenn jemand sagt, dass Buch kommt im April 2013 raus und dann kommt es doch erst im April 2014. Ich find das auch den Leser*innen gegenüber nicht fair. Ihr habt ein Recht zu wissen, worauf ihr euch einlasst. Ja, vielleicht kann man zu Beginn sagen, es hängt vom Leser*innenwunsch ab, wie viele Folgen es gibt. Da ich aber sowieso kein Fan von Serien bin und ja auch mehr schlecht als recht in diese Serie gestolpert bin, konnte und kann ich das nicht tun. Ich sage von vornherein, was Sache ist und halte mich dann auch daran. Ebenso halte ich mich an die Veröffentlichungstermine, weil ich eben finde, dass ihr ein Recht darauf habt und euch auf mich verlassen sollt und dürft und könnt.
  3. Ich möchte neue Geschichten schreiben. Wie gesagt, ich liebe die Vier, aber ich werde ebenso andere Figuren lieben, ich liebe ja auch Emma und Drew, so unterschiedlich sie doch von den Charakteren in „She flies…“ sind. Und ebenso wird es mir mit neuen Figuren gehen und euch hoffentlich auch. Es gibt auch schon Ideen, die ich nach Abschluss von „She flies…“ bekannt geben werde. Bis jetzt erstmal, in der neuen Geschichte spielen Adam, Chris und Charlotte die Hauptrollen…
  4. Eine Serie zu schreiben, ist furchtbar anstrengend. Und damit meine ich nicht das Schreiben an sich, es ist emotional anstrengend, weil man nie weiß, ob die Leser*innen den neuen Teil auch gut finden, weil man mindestens 24 Stunden auf den Fingernägeln kaut (metaphorisch, ich tue es nicht wirklich) und auf Reaktionen wartet. Ich kann alle, die das tun nur bewundern. Ja, wahrscheinlich geht es einem auch so, wenn man ein neues abgeschlossenes Buch rausbringt, aber ich glaube oder zumindest stelle ich es mir vor, dass es nicht ganz so viel Druck ist. Ich meine, ich schreibe zwar das Buch, aber es ist auch euer Buch. Mit eurer Euphorie und eurem begeisterten Feedback habt ihr es auch zu eurer Geschichte gemacht und es ist verdammt viel Druck, dem gerecht zu werden. Und ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich es schaffe, euch einen tollen vierten Band zu liefern, der alle eure Erwartungen erfüllt oder zumindest die meisten… 😉

Die Vier verdienen es, sich mit einem Bang zu verabschieden und genau das werden sie tun… Aber weil diese Geschichte nur sein kann, was sie ist, wegen euch, wird es die ein oder andere Überraschung geben… Sie werden uns nicht ganz verlassen… Aber mehr verrate ich jetzt nicht 😉

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