Ein Interview mit Annie Stone oder Abenteuer in Berlin

Als ich vor Kurzem in Berlin war, habe ich epubli besucht, die für die Verbreitung meines ersten Buches „Writing her own story“ sorgen. Es war unglaublich spannend, mal zu sehen, wie ein Unternehmen, das man nur aus dem Internet kennt, in echt aussieht. Ich glaube in dieser technologisierten Welt vergessen wir manchmal, dass hinter all den Websiten ganz normale Menschen stecken. Es war ein toller Moment, zu erleben, dass es doch keine Roboter sind 😉

Ich habe mich ausführlich mit Leonie Langer (super sympathisch!!) unterhalten und sie hat ein kleines Interview mit mir geführt:

„Bei ‚Fifty Shades‘ hat’s klick gemacht!“

Annie Stone über ihre Schreibanfänge im zarten Alter von fünf Jahren, wie sie den erotischen Roman für sich entdeckte und warum ihre Kollegen in der Politik erstmal nichts von ihrer Schreibkarriere erfahren sollen

Annie, wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer geschrieben. Mein erstes Buch habe ich mit fünf geschrieben, meine Mutter hat es sogar binden lassen. Das muss noch irgendwo in einer Kiste bei ihr rumliegen. Das war übrigens das erste und lange Zeit das einzige Buch, das ich zu Ende gebracht habe. Ich habe alles mögliche ausprobiert, von Thriller bis zum historischen Roman, aber nie mein Genre gefunden.

Und wie hast du dann den erotischen Roman für dich entdeckt?

Angefangen hat es mit “Fifty Shades of Grey”. Ich bin letztes Jahr eher aus Zufall drauf gestoßen. Und dann hat’s mich gepackt und ich habe nicht nur “Fifty Shades”, sondern alles, was mit erotischem Liebesroman zu tun hat, verschlungen. Da hat es klick gemacht und ich habe selber losgelegt.

Einfach so?

Ja, ich habe geschrieben, geschrieben, geschrieben. Nach vier Wochen war  “Writing her own story” fertig. Ich habe eine Freundin gebeten, meine Testleserin zu werden. Zwei Monate hat es gedauert, bis sie mir ihr Feedback gegeben hat. Um nicht zu ungeduldig zu werden, habe ich in der Zwischenzeit einfach weitergeschrieben, die nächsten drei Bücher – eine Serie – sind auch schon fertig. Das nächste Buch werde ich voraussichtlich im September bei epubli veröffentlichen. Meine sozialen Kontakte haben in dieser Zeit schon sehr gelitten. Zum Glück arbeite ich momentan nicht Vollzeit, sonst wäre das nicht gegangen.

Warum hast du dich für Self-Publishing entschieden?

Ich habe nie darüber nachgedacht, einen klassischen Verlag anzuschreiben. Das Tolle am Self-Publishing ist, dass es so schnell geht und man die Früchte seiner Arbeit sofort sieht. Im klassischen Verlag muss man ja meist mindestens anderthalb Jahre warten, da hat man sein eigenes Buch fast selbst schon vergessen! Eine Bekannte hat ihr Buch über einen Verlag veröffentlicht und war nicht so zufrieden. Man hat ihr viel reingeredet und sie musste lange warten, bis das Buch endlich veröffentlicht wurde. Und als Self-Publisher hat man den Vorschuss, den Verlage unbekannten Autoren zahlen, sehr schnell eingeholt, wenn nicht gar übertroffen.

Warum schreibst du unter Pseudonym?

Hauptberuflich arbeite ich in der Politik, da kommt mein Genre vielleicht nicht so gut an. Daher schreibe ich nicht unter meinem echten Namen und veröffentliche auch keine Fotos von mir. Wenn ich meinen Job aufgebe, um nur noch als Autorin zu arbeiten, werde ich aber auch lockerer mit meiner echten Identität umgehen.

Wissen denn deine Freunde und Familie, dass du erotische Romane schreibst?

Am Anfang habe ich niemandem von dem Buch erzählt. Erst nach dem ersten Erfolg, als sich herausstellte, dass das Buch bei den Lesern gut ankommt und sich ganz gut verkauft, habe ich meinen Freundinnen und meiner Familie davon erzählt. Meine Mutter musste sich erst an das Genre gewöhnen, aber jetzt erzählt sie allen stolz: “Meine Tochter schreibt erotische Romane!”

Annie Stones erotischer Liebesroman „Writing her own story“ ist im April bei epubli erschienen.