I left my heart in San Francisco

Ich liebe es zu reisen. Leider bin ich in den letzten Jahren nicht wirklich dazu gekommen. 2014 jedoch ist anders. In diesem Jahr war ich bereits in New York, in Mailand, in Kenia und in Rom. Und seit Ende Juli bin ich in den USA. Zuerst habe ich eine Woche bei meiner Freundin und ihrer Familie in Kentucky verbracht. Das war… so amerikanisch. Zunächst einmal wohnt sie auf einem Golfplatz. Hallo? Nur in Amerika.

Sie hat mich am Flughafen in Cincinnati, Ohio, abgeholt. Fast drei Stunden Fahrt sind das. Ich hatte angeboten, mit dem Bus zu kommen, worauf sie sagte: Oh, honey, we are in the South. You don’t do that here. Dabei viel mir ein Spruch ein, den ich in einem Buch von Diana Gabaldon gelesen habe: Der Unterschied zwischen Engländern und Amerikanern ist, dass Amerikaner 200 Jahre für alt halten und Engländer 200 Kilometer für weit. Drei Stunden fahren ist Peanuts.

Wir haben coole Sachen gemacht.

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Stock car und lawn mower demolition derby. Ja, ich weiß, ganz schön krass und so amerikanisch. Aber es war cool. Irgendwie jedenfalls. Aber wie man auf die Idee kommt, mit getunten Rasenmähern aufeinander loszugehen, werde ich nie begreifen.

Wir waren Bourbon probieren bei Buffalo Trail, die den berühmten Bourbon Pappy van Winkle herstellen, der 23 Jahre im angekokelten Fass reift. Aber soll ich was sagen? Bourbon schmeckt nicht.

Dann waren wir noch im Kentucky Derby Museum. Ich liebe ja den Film Secretariat und es war toll, sich den Ort anzuschauen, an dem Secretariat das erste der Triple Crown-Rennen gewonnen hat. Nächstes Jahr fliege ich im Mai nach Kentucky, dann gehen wir zum Derby mit riesigen Hüten, die wir schon mal anprobiert haben.

Und dann waren wir noch in Nashville in der Country Music Hall of Fame. Dolly Parton war auch da. Ein Bekannter hat uns versichert, dass er die Menschen in zwei Kategorien teilt. Die, die Dolly Parton mögen und die, die sie nicht mögen. Und letztere sortiert er aus, den nur Psychopathen mögen sie nicht. Na, gut.

Und dann war die Woche auch schon vorbei. Leider. Abschied nehmen ist schon schwer, vor allem, wenn man weiß, dass es jetzt wieder für eine lange Zeit ist. An so was gewöhnt man sich bestimmt nie, oder?

Aber was soll ich sagen? Meine Reise ist ja nicht zu Ende. Ich bin von Cincinnati nach San Francisco geflogen und jetzt bin ich hier. Und ich muss sagen, ich liebe es hier. SF ist wunderbar, wirklich. Ich bin schon ganz verliebt in diese Stadt und kann daher nur mit Tony Bennett sagen „I left my heart in San Francisco.

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Das war mein erster Blick auf die Golden Gate Bridge, ein Wahrzeichen der Stadt. Wie man sieht, sieht man nichts. SF ist ständig nebelig und jeder Stadtteil hat ein anderes Klima, manche Stadtteile sehen niemals Sonne. Das liegt an den 43 Hügeln und der Tatsache, dass die Stadt an drei Seiten von Wasser umgeben ist.

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Der berühmte Fisherman’s Wharf. Hier gibt es tolles Essen. Krebse, Krabben, Fisch… Was das Herz begehrt. Und viele Attraktionen beginnen hier. Fahrten durch die Bay, nach Alcatraz, lustige Dinge wie RocketBoat fahren… Das Bay Aquarium ist hier beheimatet und auch die Cable Cars starten von hier.

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Auf einer Brücken-Kreuzfahrt kommt man der Golden Gate Bridge sehr nah, aber sie ist immer noch vernebelt.

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Das ist Alcatraz von der anderen Seite, also, wenn man nicht aus SF schaut, sondern von Marin County, oder von einem Schiff.

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Und dann war ich in Monterey und bin auf einer Waltour gewesen. Wir haben etwa 25 Buckelwale gesehen und einer hat die ganze Zeit für uns posiert. Nur ich habe es leider nicht geschafft, alles auf Zelluloid zu bannen, weil ich viel zu beeindruckt von dem Schauspiel war und immer den Moment verpasst habe.

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Und hier noch mal die Brücke aus einem Tourbus fotografiert, kurz bevor es über diese ging.

Eine Sache noch: Kalifornien ist immer warm? Haha, sag das mal San Francisco 😉

Ich bin noch ein paar Tage hier und dann geht es nach Süden. Vielleicht melde ich mich noch mal. Bis dahin…

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