The number of breaths – Ausschnitt

Da ich sonst immer nur auf Facebook kleine Ausschnitte veröffentliche, gibt es diesmal einen extralangen (jaja, ich weiß, ihr könnt nicht genug bekommen) für den Blog. 😉

„Du willst nicht alleine nebenan wohnen, willst aber in meiner Nähe bleiben. Na, dann zieh hier ein, dann bist du ganz nah bei mir. Du kannst auch ein eigenes Schlafzimmer haben und ich verspreche, nachts nicht über dich herzufallen. Wenn du es nicht möchtest.“

„Also, wie eine WG?“

„Wenn du es so willst“, grinst er unverschämt.

Er macht mich wahnsinnig! „Was sagen wir Max?“

„Wir sagen ihm, dass du für eine Weile bei uns wohnst. Er wird nicht nachfragen, wieso, sondern sich einfach nur über dein leckeres Essen freuen, dass er dann tagtäglich genießen kann.“

Ich schnaube kurz. „Er bekommt sowieso schon tagtäglich mein Essen.“

„Ja, klar, aber dann kannst du uns auch Frühstück machen“, lacht er.

„Du bist total verfressen“, stelle ich nüchtern fest.

„Hey, ich muss nur nachholen, was ich all die Jahre nicht hatte!“ Er küsst mich sanft auf die Lippen. „Du weißt, es geht nicht ums Essen. Ich will dich bei mir haben. Ich will, dass du Max’ Mom bist. Ich will, dass du meine Frau bist. Ich will mit dir alt werden, noch ein paar Babys mit dir haben. Ein Haus mit einem weißen Gartenzaun, einen Kombi und einen Labrador, der seinen Kopf aus dem Autofenster hängen lässt. Meinetwegen kannst du auch ein paar Hühner im Garten haben.“

„Ich bin alt.“

Er schaut mich verwundert an. „Bitte?“

„Vielleicht kann ich keine Kinder mehr bekommen.“

Er zuckt mit den Achseln. „Dann haben wir eben Max. Das ist egal. Ich wollte dir einfach nur sagen…“

„Und Hühner will ich auch nicht.“

Er schüttelt amüsiert den Kopf. „Halt die Klappe! Ich wollte dir nur sagen, dass ich dich liebe, über alles, und mein Leben mit dir verbringen will.“

Meine Augen werden feucht. „Meinst du das ernst?“

Er grinst. „Ja. Und weißt du, was der Vorteil ist, dass du schon so alt bist und ich blutjung?“

Ich schüttel den Kopf.

„Dass du viel langsamer bist und mir nicht entkommen kannst.“

Ich grinse und denke gleichzeitig, dass ich doch einen an der Waffel habe. „Du bist so doof!“

 

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