Bonuskapitel – Epilog 4

Ich quatsch gar nicht lange rum… Viel Spaß!

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Annie Stone

This is us

– Bonuskapitel Epilog 4 –

Drei Jahre später

Ich parke meinen Mini (mittlerweile den zweiten) in der Garage. Fast wäre ich gegen Wills Auto gefahren. Irgendwie bin ich nicht so bei der Sache. Ich bin ein bisschen verwirrt. Hmmh, vielleicht ein bisschen mehr. Ich greife nach meiner Handtasche und der kleinen Papiertüte und steige aus. Ich drücke auf den Knopf, um die Garage zu schließen, und gehe dann durch die Tür ins Haus. Ich laufe den Flur in unserem Büroflügel entlang und komme schließlich durch eine weitere Tür in den Wohnbereich.

Ich schnupper. Es riecht lecker. Tom kocht. Ich sehe Matt und Will auf der Couch sitzen.

„Hi“, sage ich und laufe die Treppe hoch.

„Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass das eine angemessene Begrüßung ist“, ruft mir Will hinterher. „Beweg deinen Arsch hierher und mach es richtig.“

Normalerweise würde mich das amüsieren, aber heute habe ich keine Zeit für so was.

Als ich auf der obersten Stufe angekommen bin, sage ich: „Ich mache einen Schwangerschaftstest.“

Ich laufe in mein Zimmer und dann ins Bad, schließe die Tür und setze mich auf die Toilette. Ich habe extra viel Wasser getrunken, damit ich diesen blöden Test auch machen kann. Vor drei Monaten habe ich das Implantat rausnehmen lassen. Sie wissen das. Theoretisch. Praktisch wollte ich sie nicht dem Performancedruck aussetzen, und habe ihnen daher nicht gesagt, dass ich es wirklich entfernen ließ.

Ich pinkel auf vier Tests, für jeden einen. Jaja, ich hab einen Knall, aber es ist wie es ist. Ich wasche mir die Hände und öffne meine Tür. Ich wunder mich kein bisschen, dass sie alle drei davor stehen, und mich aus blassen Gesichtern anschauen. Ich gebe jedem von ihnen einen Test.

„Wie lange bist du überfällig?“ fragt Will.

„Drei Wochen.“

„Echt? Wieso haben wir das nicht mitbekommen?“ fragt Tom erstaunt.

Ich zucke mit den Schultern. „Ihr habt euch kein bisschen gewundert, dass wir durchgehend Sex haben konnten“, grinse ich.

„Was ist mit deinem Implantat?“ fragt Will.

„Ich hab das vor drei Monaten rausnehmen lassen.“

„Echt?“ Das ist dieses Mal Matt.

Ich blicke ihn an. „Hab ich doch gesagt.“

Er nickt. „Ja, aber ich dachte nicht, dass du sofort meinst.“

„Seid ihr sauer darüber?“ frage ich.

Sie schütteln alle drei den Kopf und zum ersten Mal breitet sich ein freudiges Grinsen auf ihren Gesichtern aus.

„Ihr freut euch“, stelle ich fest.

Will zieht mich in seine Arme. „Aber so was von, Baby! Ich kann es kaum erwarten, dich mit einem dicken Bauch zu sehen.“

Ich grinse ihn an. „Warst du nicht derjenige, der mir verbieten wollte, zuzunehmen?“ scherze ich.

Er küsst mich auf die Lippen. „Das ist ja was anderes. Ich will nicht, dass du fett wirst, aber zu wissen, dass ich dich geschwängert habe. Naja, zu 33,3 Prozent zumindest. Geiler Scheiß.“

Ich funkel ihn an. „Was soll das heißen, du willst nicht, dass ich fett werde? Das geht dich einen verdammten Scheißdreck an.“

Er reicht Tom seinen Test, legt beide Hände um meinen Kopf und zieht mich zu einem beinahe groben Kuss an sich. Er stupst seine Zunge gegen meine Lippen. Eigentlich will ich den Mund nicht öffnen, aber mein Körper macht, was er will. Oder was Will will. Jedenfalls niemals, was ich will. Seine Zunge dringt in meinen Mund ein und er küsst mich so besitzergreifend, dass mir die Knie weich werden.

Ich stöhne leise und höre amüsierte Laute von Tom und Matt. Dieser Kuss dauert eine Ewigkeit und als er sich von mir löst, fehlt mir direkt was.

„Gott, Will“, murmel ich außer Atem.

Er grinst mich an. „Du weißt, ich liebe dich, wie du bist, Baby. Und ich werd dich auch noch lieben, wenn du 100 Kilo wiegst, aber ich wäre dir sehr dankbar, wenn du es nicht drauf ankommen lassen würdest.“

Das versöhnt mich ja ein kleines bisschen, obwohl er manchmal echt ein Arsch ist. „Sind fünf Minuten um?“ frage ich.

Matt antwortet: „Noch eine halbe Minute.“

Ich spüre ihre Blicke auf mir. Sie freuen sich alle drei und sie sehen auch ein bisschen stolz aus. Ich mein, sie wissen nicht, wer mich geschwängert hat, aber ganz offensichtlich spielt das keine Rolle für sie. Ich hatte Angst davor, dass es wichtig für sie sein könnte, aber umso glücklicher bin ich, dass es so nicht ist.

„Jetzt“, sagt Matt und wir schauen alle gleichzeitig auf den Test in unseren Händen.

„Positiv“, meint Will ehrfürchtig.

Tom sagt mit emotionaler Stimme: „Bei mir auch.“

„Fuck, Babe, meiner ist auch positiv“, grinst Matt.

Ich beiße mir auf die Lippe und schaue sie dann an. Mir treten Tränen in die Augen. „Meiner ist auch positiv.“

Matt zieht mich fest in seine Arme. Er hebt mich hoch, lacht und wirbelt mich im Kreis. Ich lege meine Hände an sein Gesicht und küsse ihn über und über. Ich schlinge meine Beine um seine Hüfte, verschränke sie hinter seinem Rücken. Meine Lippen finden seine und ich lasse meine Zunge gegen seine reiben.

Seine Hände legen sich um meinen Hintern. Als ich mich aus dem Kuss löse, zieht Tom meinen Kopf zu sich und nimmt mich in einem heißen Kuss gefangen. Will tritt hinter mich, reißt meine Bluse runter und Matt drückt seine Lippen gegen die Wölbung meines Busens.

Ich spüre, dass Will hart wird, und weiß, dass es Tom und Matt nicht anders geht. Will küsst meine Schultern, meinen Rücken. Ich lege ihm einen Arm um den Hals, schlinge den anderen um Tom. Will zieht die Körbchen meines BHs runter und mein Busen drückt sich gegen Matts stahlharte Brust.

Seine Lippen finden einen Nippel und saugen ihn in den Mund. Ich stöhne leise gegen Toms Lippen. Matt bewegt sich langsam auf mein Bett zu. Er legt mich sanft auf die Matratze. Tom trennt nicht für eine Sekunde unseren Kuss, sondern küsst mich immer weiter und weiter. Will kniet sich neben mich, leckt über meine Brüste, knetet sie sanft, saugt meine Nippel in seinen Mund, knabbert zärtlich an ihnen.

Matt zieht meinen Rock runter, mein Höschen ebenso, kniet sich vor das Bett, bettet meine Oberschenkel auf seinen Schultern. Seine Finger streichen sanft über meine Schamlippen, öffnen mich für ihn. Mit flacher Zunge leckt er über mich und ich zitter leicht. Ich schlinge meine Arme um Toms Hals, küsse ihn mit allem, was ich habe. Als Matt noch einmal über mich leckt, bäumt sich mein Körper vom Bett. Ich stöhne leise. Meine Beine zucken. Ich spüre Matts Grinsen, als ich meine Beine enger um seinen Kopf schließe.

„Lass mir ein bisschen Platz“, murmelt er und öffnet mich wieder weiter. Seine Finger streicheln über meine Schamlippen, über meinen Venushügel, über die oberen Enden meiner Oberschenkel. Ich spüre seinen warmen Atem an meiner Mitte. Langsam nimmt er die kleinen Schamlippen zwischen die Lippen, lässt seine Zunge an ihnen lecken und knabbert an ihnen.

Ich gebe unverständliche Laute von mir, was Tom zum Grinsen bringt. Er löst sich kurz aus unseren Wrestlingmatch und lächelt mich an. Er streicht mir die Haare aus dem Gesicht. Seine Augen sind voller Wärme und Liebe.

„Du machst mich so unbeschreiblich glücklich, meine Thea“, flüstert er mir zu.

Ich lächel ihn an und ziehe dann seinen Kopf wieder zu mir. Er grinst, als er erneut beginnt, mich zu küssen. Ich stöhne, als seine Zunge wieder zwischen meine Lippen dringt.

Will knetet eine Brust mit seiner Hand und saugt den anderen Nippel hart in seinen Mund. Ich wölbe mich vom Bett, dränge gegen seine Berührungen. Als meine Brustwarze steinhart und klatschnass ist, wechselt er auf die andere Seite, drückt viele kleine Schmetterlingsküsse auf meine Haut, bevor er den anderen Nippel einsaugt. Seine große Hand schließt sich um meinen Busen und drückt ihn sanft. Seine Finger finden meine andere Brustspitze und sanft zwirbelt er diese. Ich stöhne leise, gebe all diese kleinen Lustlaute von mir, die sie kennen und lieben, und die sie unbedingt aus mir rauskitzeln wollen, jedes Mal, wenn sich mich vögeln.

Matt dringt mit zwei Fingern in mich ein. Ohne langes Suchen findet er meinen G-Punkt und zielsicher drückt er gegen diesen. Mein Becken hebt sich vom Bett. Seine andere Hand schließt sich um meine Hüfte, drückt mich in die Matratze. Und dann schließen sich seine Lippen um meine Klit. Ich stöhne laut, spüre sein Lächeln. Meine Finger krallen sich in Toms Schultern. Ich bin schon so angeheizt, dass ich gleich explodiere. Fuck!

Er baut Unterdruck auf und saugt meinen Lustpunkt tief in den Mund. Gott, ist das gut! Wills Finger schließen sich härter um meinen Nippel, seine Zähne knabbern an der anderen Seite. Toms Kuss wird härter, grober, zwingt mich in die Unterwerfung. Und ich gebe mich ihnen hin, gebe ihnen die Macht über mich und meinen Körper.

Sie spüren immer den Moment, ich werde anschmiegsamer, fordere weniger, gebe mehr. Und sie? Sie geben mir dann auch so viel mehr.

Plötzlich sind Matts Lippen nicht mehr auf mir, seine Finger nicht mehr in mir. Ich vermisse ihn sofort. Tom spürt meine fragende Haltung, streichelt sanft meine Wangen, beruhigt mich. Dann spüre ich Matts Eichel an meiner Scheide. Er reibt sie sanft an mir, bevor er in mich eindringt. Ich stöhne auf, liebe dieses Gefühl immer noch, auch noch nach vier Jahren.

Er greift an meine Knie, zieht sie weit auseinander, und dringt dann mit einer schnellen Bewegung der Hüften tief in mich ein. Er wirft den Kopf leicht in den Nacken, knurrt leise. Es geht wohl nicht nur mir so, denke ich zufrieden. Ich turne ihn auch immer noch an. Er stößt langsam und tief in mich. Seine Hände drücken meine Knie weit auseinander und er presst sich tiefer und tiefer in mich.

Seine Laute werden animalisch, rau, roh. Ich liebe es, wenn sie in diesem Stadium sind, sich nehmen, was sie brauchen. Mich … ja … ich geb’s zu. Mich benutzen. Es macht mich so geil, so dermaßen an, wenn sie das tun. Ich liebe es, ihnen Lust zu schenken. Und sie wissen, dass sie mich und meinen Körper jederzeit nehmen können, um sich Befriedigung zu holen.

Außer an drei Tagen im Monat. Aber das ist ja erst mal vorbei. Ob ich eine geile Schwangere bin oder gar keinen Bock habe? Momentan sieht es nach ersterem aus, aber ich bin ja auch erst am Anfang. Vielleicht ändert sich das noch. Was, wenn ich sechs Monate keinen Bock auf sie habe? Die drei würden Amok laufen.

Tom löst sich aus unserem Kuss und küsst sich meinen Hals hinunter, während Will sich auf der anderen Seite nach oben küsst. Das nenn ich mal einen fliegenden Wechsel. Will lächelt mich an, streicht mir die Haare aus der Stirn.

„Du machst mich so glücklich, mein Mädchen“, flüstert er, bevor er mich sanft küsst. Langsam reibt er seine Zunge an meiner, spielt mit ihr, tanzt mit ihr. Er legt eine Hand unter meinen Kopf und zieht mich ein Stück vom Bett. Mit der anderen Hand zieht er seinen Reißverschluss runter. Ich öffne meinen Mund und er steckt mir seinen Schwanz zwischen die Lippen.

Die zweite Hand legt sich ebenfalls um meinen Kopf. Die Position ist denkbar unbequem, aber ein Blick in seine angeturnten Augen und ich vergesse meinen eigenen Komfort. Er lächelt mich an, während er langsam in mich stößt. Ich schließe meine Lippen fest um ihn. Eine Hand liegt auf seiner Hüfte, die andere ist auf Toms Schulter. Ich lasse immer wieder meine Zunge um seine Eichel spielen. Er ist nicht tief drin, weiß, dass ich ihn so nicht tief aufnehmen kann, der Winkel ist vollkommen falsch.

Aber er mag es, wenn ich seinen Schwanz mit der Zunge verwöhne, an seinem Bändchen mit der Zungenspitze flatter, sie in die kleine Vertiefung drücke. Seine Augen strahlen so viel Wärme aus, dass mir ganz heiß ist. Ich schaue nur ihn an, als wären wir gerade alleine in dem Raum.

Offensichtlich merkt Tom das, denn mit einem kleinen Biss in meinen Nippel, bringt er mich aus meinem Will-Himmel zurück in meinen Bad Boy-Himmel.

„Schön hier bleiben, Baby“, grinst er, bevor er erneut meine Brüste liebkost.

Matt stößt weiter in einem ruhigen, intensiven Rhythmus in mich. Meine Muskeln kontrahieren immer wieder um seinen Schwanz und jedes Mal stöhnt er auf. Seine Finger pressen sich in meine Beine knapp oberhalb der Knie. Ich kann seinen Blick spüren, der sich in mein Fleisch brennt.

Plötzlich zieht er raus und auch Will lässt von mir ab. Tom legt sich auf den Rücken an die Bettkante. Matt packt mich, zieht mich hoch und platziert mich auf Tom. Tom hält seinen Schwanz fest und dringt sanft in mich ein. Ich stöhne auf. Meine Knie liegen auf der Bettkante auf, mein Busen ist gegen seine Brust gepresst. Seine Hände liegen auf meinen Hüften. Er lächelt mich warm an, küsst mich sanft auf die Lippen. Matt stellt sich hinter mich und schiebt sich langsam, aber stetig in meinen Hintern. Ich stöhne laut auf.

„Ja, Babe, das liebst du, nicht? Alle deine Männer in dir“, murmelt Matt, bevor er komplett in mir ist.

„Ja“, hauche ich. „Oh, ja. Bitte hört nie auf, das zu tun. Bitte.“

Will fasst an meinen Kopf, zieht meinen Oberkörper zur Seite. Ich öffne bereitwillig den Mund und er steckt mir seinen Schwanz tief rein. Ich schlucke hektisch, um ihn tiefer zu nehmen. Er hält komplett still, wartet, bis ich ihn soweit drin habe, wie ich es heute kann. Als ich an meine Grenzen stoße, nickt er Matt zu, der beginnt in mich zu stoßen. Es ist nicht hart, aber durch die doppelte Penetration ist es immer so intensiv.

Sie sind sanft mit mir. Für ihre Verhältnisse. In den letzten vier Jahren haben sie mich so scheißeoft an meine Grenzen gebracht, dass das hier Blümchensex ist. Ich grinse innerlich. Von drei Schwänzen gefüllt und redet von Vanilla. Manchmal kann ich nur den Kopf über mich schütteln.

Toms Hände schließen sich um meinen Busen. Er streicht mit den Daumen über die harten Nippel. Ich empfange ihre Stöße, schiebe Matt immer wieder mein Becken hin. Aber sie intensivieren den Sex nicht. Er bleibt so sanft, so zärtlich, so liebevoll. Ich hebe meine Hand, drücke gegen Wills Bein. Er schaut mich verwundert an.

„Was ist, Baby? Zu viel?“ fragt er besorgt.

Ich schüttel den Kopf und er zieht seinen Schwanz aus meinem Mund. „Hast du sie noch alle? Zu viel? Fickt mich verdammt!“

Er grinst mich an. „Was meinst du, was wir gerade tun?“

Ich schnaube. „Das ist kein Ficken, das ist Liebemachen.“

Er streichelt meine Wangen. „Komm schon, Baby. Wir müssen jetzt sanfter mit dir sein. Du hast wertvolle Fracht an Bord.“

Ich schaue ihn entgeistert an, blicke dann in Toms Augen. Ich richte mich auf, drehe mich so weit wie es geht zu Matt um und sehe den gleichen Ausdruck in seinen Augen. „Habt ihr sie noch alle?“

„Thea“, knurrt Matt warnend.

„Nee, nichts da! Ich will mehr von euch! Ihr habt mich noch nie so geschont!“

„Baby, wir wollen dir nicht schaden und auch dem Baby nicht“, meint Tom liebevoll und streichelt sanft über meinen Bauch.

„Ihr müsst mich nicht schonen. Ich hab das heute recherchiert. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft ist Sex erlaubt.“

Will schaut mich prüfend an. „Wir haben gerade Sex. Aber was du voll vergessen kannst, ist harter Sex.“

„Das ist unfair“, meine ich und verschränke die Arme vor der Brust. Wills Augen werden magisch von meinem gepushten Dekolleté angezogen. Er streichelt sanft über meine wogenden Rundungen.

„Drei gegen eins, Babe“, meint Matt und schlingt seine Arme um meine Taille. Er zieht mich fest an sich, küsst sanft meine Schultern. „Wir werden Sex haben, so viel du willst, aber bitte versteh, dass wir nur sanften Sex mit dir haben werden.“

„Wieso habe ich das Gefühl, dass ihr euch da schon wieder abgesprochen habt?“ frage ich.

Will grinst mich an. „Weil es so ist, Baby.“

„Hmmh.“

Tom streichelt meine Beine entlang, seine Finger finden meine Klit. „Thea-Baby, wir können trotzdem viel Spaß haben. Du wirst kommen, wir werden kommen. Aber eben ein bisschen ruhiger als wir es normalerweise machen.“

„Ihr habt das auch recherchiert“, werfe ich ihnen vor.

„Schon vor Jahren“, bestätigt Matt. „Deswegen habe ich dir auch nicht meine Zunge in die Muschi gesteckt.“

„Was?“ frage ich überrascht.

„Naja, manche Experten warnen davor, einer Schwangeren Luft in die Muschi zu blasen, daher soll man nur äußerlich stimulieren.“

Ich fange an zu lachen. „Ihr seid so doof und süß, echt.“

Sie grinsen und Matt leckt mir sanft am Ohr entlang. „Sind wir da jetzt auf einer Wellenlänge, Babe? Wirst du dich uns auch bei sanftem Sex hingeben?“

Ich nicke. „Immer, Matty, immer. Das weißt du doch.“ Ich drehe meinen Kopf zu ihm und seine Lippen finden sofort meine. Ich stöhne leicht, als seine Zunge auf meine trifft. Es ist so gut, Matt zu küssen. Mein Matty.

„Du hast also verstanden, Thea?“ fragt Will. „Keinen harten Sex während der Schwangerschaft.“

Ich nicke. „Ich richte mich da ausnahmsweise nach euren Wünschen.“

Will blickt mich amüsiert an. „Du bist gut, Baby. Im Bett hast du gar nichts zu sagen.“

Ich stupse gegen seine Schulter. „Red so nicht mit der Mutter deines Kindes.“

Er lacht und zieht mich in seine Arme. „Verzeih, Baby.“

Ich grinse. „Oh, jetzt habe ich ein Druckmittel.“

Sie lachen leise, haben ihre Hände auf mir, lassen mich keine Sekunde ohne Streicheleinheiten.

„Los, runter mit dir und mach den Mund wieder auf“, befiehlt Will grinsend. Ich lecke mir die Lippen, während ich die Order ohne Verzögerung ausführe. Denn recht hat er. Ich liebe ihre Dominanz in unserem Sexleben.

Ich lutsche an Wills Schwanz, lecke seine Lusttropfen auf, und Tom und Matt beginnen wieder mit ihrem ruhigen Rhythmus. Toms Finger stimulieren meine Klit, necken mich, sorgen dafür, dass sich meine Muskeln kontrahieren, und ich kurz vor dem Höhepunkt stehe. Ich stöhne leise, was sich wie Schwingungen auf Wills Schwanz überträgt. Er macht so einen sexy Knurrsound, der mich so anturnt, dass ich komme. Mein ganzer Körper versteift sich, jeder einzelne Muskel ist zusammengezogen, meine Muschi krampft sich hart um Toms Schwanz, der vor lauter Lust stöhnt. Will zieht seinen Schwanz aus meinem Mund, um mir die Chance zu geben, meinen Orgasmus auszuleben. Ich stöhne und keuche. Tom streichelt weiter meine Klit, reibt sie härter, verlängert meinen Orgasmus. Will nimmt einen Nippel in den Mund und knabbert zärtlich an diesem. Ich schreie leise. Wer hätte gedacht, dass ich so einen intensiven Orgasmus bekomme, wenn sie mich alle nur zärtlich vögeln?

Matt stößt weiter sanft in mich, stimuliert meine Rosette. O Gott! Ich kann nicht mehr. Will greift in meine Haare, zieht mich zu seinem Mund, küsst mich leidenschaftlich. Tom beginnt meine Brüste mit seinen Lippen zu liebkosen. Will macht der Geschmack von Sperma nichts aus. Tom mag es nicht so, schon gar nicht, wenn es nicht sein eigenes ist.

Mein Orgasmus ebbt kaum ab, er kommt in Wellen, bringt mich auf mein geliebtes Lustplateau, das mich so geil werden lässt, dass ich aus meiner Haut springen will. Hierhin haben sie mich schon oft gebracht, aber meist durch harten Sex. Ich brauche länger um zu kommen, wenn sie mich hart rannehmen, offenbar staut sich dann mehr Lust an und lässt mich fliegen.

Sie vögeln, liebkosen, streicheln und küssen mich durch meine multiplen Orgasmen und als ich endlich erschöpft bin und auf Toms Brust falle, weiß ich, dass sie sehr zufriedene Gesichtsausdrücke haben.

Matt vögelt mich weiter, gibt mir keinen Moment der Ruhe. Toms Arme sind um meinen Rücken geschlossen. Er streichelt mich sanft, während Matt seine eigene Erlösung sucht. Als er gekommen ist, stellt sich Will hinter mich und schiebt mir seinen Riesenschwanz in den Hintern. Ich stöhne, liebe es, wenn er meinen Anus so dehnt.

„Will“, murmel ich.

„Ich bin hier, Baby“, sagt er und seine Stimme klingt ein wenig angestrengt. Ich realisiere in diesem Moment, dass es für sie auch nicht leicht ist, darauf zu verzichten, mich so zu nehmen, wie sie es immer tun, wie sie es lieben.

„Es tut mir leid“, flüstere ich emotional.

„Was, meine Thea?“ fragt Tom liebevoll.

Ich schaue in seine Augen, seine schönen grünen Augen. „Es ist auch nicht leicht für euch und ich hab es schwerer gemacht.“

Er zieht mich zu einem Kuss zu sich, küsst mich auf die geschlossenen Lippen. „Alles okay, Baby. Du hast ab sofort Narrenfreiheit bei uns. Nicht mal Matt wird dich mit deinem Fluchen nerven.“

Matt grummelt: „Kann ich nicht versprechen.“

Ich grinse und strecke meine Hand nach Matt aus, der sich nach einem Besuch im Bad neben uns aufs Bett gesetzt hat und interessiert beobachtet, wie Tom und Will mich vögeln. Sie lieben es eben alle drei zu sehen, wie ich gevögelt werde.

Er verwebt unsere Finger und küsst meinen Handrücken. „Ich liebe dich, Babe.“

„Ich dich auch.“

Will findet stöhnend seinen eigenen Höhepunkt. Als er seinen Schwanz aus mir gezogen hat, dreht Tom uns um, ich schlinge die Beine um seine Hüften und er vögelt mich liebevoll. Kurz bevor er kommt, massiert er meine Klit und schenkt mir einen weiteren Orgasmus.

„Okay, Baby, geh duschen. Ich kümmer mich ums Essen“, meint er und küsst mich auf die Schläfe.

Ich gehe in mein Bad und trete hinter Will in die Duschkabine. Ich schlinge meine Arme um ihn und beiße sacht in die Haut an seiner Schulter.

„Hey, mein Mädchen“, sagt er liebevoll und streichelt über meinen Hintern.

Dann umfasst er meinen Arm und zieht mich vor sich. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, um die fast 25cm, die uns trennen, zu überbrücken. Er grinst und küsst mich sanft.

„Will“, flüstere ich. „Mein Will.“

Wir waschen uns gegenseitig. Als er die Dusche verlässt, schlingt er sich ein Handtuch um die Hüften und hält dann eines für mich auf. Er wickelt mich ein, umfasst mich und küsst mich tausend Mal aufs Gesicht. Ich grinse und kicher und lache, was ihn ebenfalls zum Lachen bringt.

„Du bist so verrückt“, japse ich.

„Verrückt nach dir“, antwortet er und gibt mir einen dicken Kuss auf die Lippen.

„Auch nach vier Jahren noch?“

„Auch in 20 Jahren noch.“

„Und in 30?“ scherze ich.

„Bis an mein Lebensende.“

Ich schaue ihn zufrieden an.

„Mistbiene.“

„Yep.“

Er kämmt meine Haare, föhnt sie mir dann, weil er weiß, dass ich nicht gerne mit einem Wischmop auf dem Kopf vor ihnen auftauche. Sie respektieren meine kleinen Macken, finden manche vielleicht auch liebenswert.

In den letzten drei Jahren hat sich viel in unserem Leben verändert. Nach unserer Krise zu unserem einjährigen Jubiläum mussten wir was ändern. Ich war nicht glücklich, dass wir nur so nebeneinander her lebten, gar nicht mehr wirklich eine Beziehung hatten. Sie waren damit auch nicht zufrieden, haben es aber akzeptiert, weil sie dachten, das ist, was ich will. Als mir klar wurde, dass ich mir mein Leben so nicht vorstellte, habe ich eine folgenschwere Entscheidung getroffen. Ich habe Will um Hilfe gebeten. In seiner unglaublichen Ich-misch-mich-in-alles-ein-Art hat er das Ruder an sich gerissen, Änderungen in meiner Firma vorgenommen und dafür gesorgt, dass ich Freiraum hatte. Wir haben uns natürlich über die Art und Weise gestritten, wie er das getan hat, aber über das Ergebnis war ich glücklich.

Und leider muss ich auch gestehen, dass alles flotter geht, wenn er das Kommando übernimmt. Es ist doch ein Unterschied, wenn Alphamännchen William King einen Befehl erteilt oder wenn ich um etwas bitte. Seit dieser Episode läuft bei Bionymous alles rund. Ich glaube, alle haben Angst, dass ich ihm noch mal die Zügel in die Hand drücke.

Aber es war gut. Ich musste das tun, musste mir von ihm helfen lassen. Ich hätte nicht so schnell die passenden Lösungen gefunden wie er. Wir brauchten vor allem schnelle Lösungen, damit unsere Beziehung nicht nach einem Jahr schon kaputt war. Dafür ist er der richtige Mann gewesen. Insgeheim bin ich ihm dankbar, dass er so sehr an uns glaubt, dass er keine Angst hat, sich meinen Zorn zuzuziehen, und einfach mal macht. Aber das würde ich ihm natürlich niemals sagen, wer weiß, was er dann alles tun würde.

Bionymous wächst und gedeiht. Es ist eine wahre Freude, meinem Baby zuzusehen, wie es sich zu einem der besten Biotechunternehmen der Westküste mausert. Wir haben Jahr für Jahr ein unglaubliches Wachstum hingelegt. Will ist furchtbar stolz auf mich. Matt und Tom auch, aber solche Komplimente von Will sind besonders, weil er vom Fach ist. Wir sind äußerst lukrativ für BioKing. Will würde nicht einmal im Traum daran denken, uns zu verkaufen. Gott sei Dank. Ich bin nicht nur froh, dass ich meine eigene Firma so gut ans Laufen gebracht habe, ich bin auch glücklich darüber, dass wir für BioKing gut sind. Ohne Will hätte ich das nie geschafft. Und natürlich nicht ohne Robert. Ich bin ihnen beiden so dankbar, dass sie an mich geglaubt haben, wenn ich selber Zweifel hatte. Ich bin so dankbar, dass Will mich angetrieben hat und dann noch ein bisschen mehr, weil er wusste, was ich kann, auch in den Momenten, in denen ich es selbst nicht wusste. Ich bin so dankbar, dass er mir die Chance gegeben hat, mich zu beweisen. Gott, was wäre aus mir geworden, wenn ich ihn nicht getroffen hätte?

Ich ziehe T-Shirt und Sweatpants an. Ich taper mit nackten Füßen nach unten. Kaum betrete ich die Küche, legen sich starke Arme um mich, heben mich hoch und setzen mich auf die Kochinsel.

„Vorsicht, Babe, mir ist ein Glas runtergefallen“, sagt Matt.

Er hebt die Glasstücke auf und holt dann den Besen. Dann geht er auch noch mal mit dem Wischer drüber, bevor er mir ein paar Hausschuhe holt. Ich grinse ihn an.

„Was?“ fragt er.

„Du Softie.“

Er lacht leicht. „Hey, ich will eben nicht, dass meiner Frau was passiert.“ Er legt mir die Hand auf den Bauch. „Und jetzt schon mal gar nicht mehr.“

„Ihr werdet mich mit eurer Fürsorge in den Wahnsinn treiben, oder?“

Tom lacht, während er den Salat wäscht. „So schlimm wird es nicht werden.“

Matt grinst mich an. „Oh, doch.“

„Ich wusste es“, schnaube ich und ziehe leicht an seinem Pulli. Er kommt näher und nimmt mich in die Arme.

Tom stellt die Schüsseln auf den Esstisch, an den 16 Personen passen. Hey, immerhin sind wir jetzt vollwertige Mitglieder der Montagsdinners, die sich übrigens auf wöchentlich gesteigert haben, seit … seit Abby und Stuart ihr erstes Baby bekommen haben! Miranda und Robert sind natürlich voll und ganz verrückt nach der kleinen Sally und dem kleinen Robbie. Erinnert ihr euch noch, als Abby sagte, Miranda, nicht jedes Paar möchte Kinder? Da war sie schon schwanger, diese kleine Kröte. Naja, und wie es in dieser großen, verrückten Familie nicht anders sein könnte, lieben sie die beiden abgöttisch und haben deswegen das Dinner wöchentlich angesetzt, um ja genug Zeit mit dem Nachwuchs verbringen zu können.

Ich sag euch, ich liebe sie.

Will kommt aus seinem Arbeitszimmer, als wir uns gerade an den Tisch setzen.

„Äh, äh, äh, Freundchen, was hattest du im Büro zu suchen?“ frage ich gespielt streng.

Er grinst. „Das war nur ein Anruf, ich schwöre.“

Er streichelt meine Wange und setzt sich auf seinen Stuhl.

Matt reicht mir die Schüssel mit dem Salat. Er hat schon seine Arbeitsuniform angezogen. Zerschlissene Jeans und ein schwarzes Hemd mit hochgekrempelten Armen. Sex auf zwei Beinen. Matts Bar ist auch nach drei Jahren immer noch der absolute Hit. Sie heißt Juicy’s. Ich durfte mir den Namen aussuchen, er findet den bescheuert, aber so lange die Leute kommen, ist alles in Ordnung.

Mein sexy Matt wird immer noch von all den Barrakudas umschwärmt, aber er schenkt ihnen nicht mal einen zweiten Blick. Dennoch gibt es immer wieder irgendwelche Schlampen, die meinen, mir erzählen zu müssen, dass sie meinen Ehemann gevögelt haben. Ich weiß natürlich, dass es nicht wahr ist, aber es zerrt manchmal an meinen Nerven. Matt versucht dem mit neutralem Verhalten entgegenzuwirken, aber manchmal sind Frauen zueinander einfach nur gemein.

Die Bar ist ein solcher Erfolg, dass Matt kürzer treten konnte. Ich hatte ihm das in unserer 1-Jahres-Krise ans Herz gelegt, oder sagen wir besser, ich hatte es befohlen. Liebevoll, natürlich. Aber er arbeitet jetzt nur noch am Wochenende nachts und in der Woche tagsüber, sodass wir wieder mehr Zeit miteinander haben. Will und ich verlassen um Punkt fünf unsere Büros. Tom hat es da nicht so einfach.

Er hat ja immer Projekte und die führen ihn dann auch immer noch weit weg. So hat er drei Monate in Barcelona verbracht, genau, das Barcelona, das in Spanien liegt. War das furchtbar! Ich war einmal zwei Wochen bei ihm und er war einmal hier, aber es war ein einziges Chaos. Matt und Will waren sauer, weil ich zwei Wochen weg war, Tom war sauer, weil ich nur zwei Wochen bei ihm war. Ach ja. Man hat es nicht immer leicht, was?

Aber jetzt ist momentan alles in Ordnung und wenn die Schwangerschaft dann auch noch von meiner Ärztin morgen bestätigt wird, dann könnten wir glücklicher nicht sein.

„Wann gehst du zum Frauenarzt?“ fragt Will. Kein Wunder, dass er als Naturwissenschaftler diese Frage stellt, oder?

„Morgen“, antworte ich.

„Um wie viel Uhr?“ fragt Matt.

„8.30.“

Tom zieht sein Handy aus der Tasche und sagt: „Ich kann meinen Termin verschieben.“

„Du fliegst doch morgen nach Seattle“, werfe ich ein.

„Ich sag alle Projekte ab, die nicht in einem 50 Meilen-Radius stattfinden“, sagt er.

„Wieso?“ frage ich verblüfft.

Er schaut mich verständnislos an. „Was heißt wieso? Meine Frau bekommt ein Baby.“

Ich schüttel verwirrt den Kopf. „Ja, aber es ist alles in Ordnung.“

„Aber was, wenn was passiert?“

„Dann sind ja auch noch Will und Matt da.“

Er schüttelt rigoros den Kopf. „Kannst du vergessen, Baby.“

Ich schaue Matt und Will an. „Könnt ihr vielleicht auch mal was dazu sagen?“

Matt schüttelt den Kopf. „Nein, ich versteh ihn. Ich werde auch keine Minute von deiner Seite weichen. Nur ab und zu mal, wenn ich weiß, dass Will oder Tom bei dir sind.“

Will nickt und ich schaue sie fassungslos an. „Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ihr mich 24/7 begleitet.“

„Doch“, meint Will. „Du wirst keine Sekunde alleine sein. Ich bin auch dafür, dass du dein altes Büro für die Zeit deiner Schwangerschaft wieder beziehst.“

„Kommt mal klar!“

„Besser noch, Mann, stell ihren Schreibtisch in dein Büro“, meint Tom.

Ich funkel ihn böse an. Will hält Tom die Faust hin und er lässt seine dagegen krachen.

„Ich hab auch gerade ihren Autoschlüssel versteckt, so dass sie immer nur mit einem von uns fahren kann“, sagt Matt.

Ich starre ihn mit offenem Mund an. Ich kann es gar nicht fassen. Sind die bescheuert?

„Cool, Alter“, grinst Will. „Wir müssen gleich daran denken, ihre Zimmertür abzuschließen, damit sie auch nur bei uns schlafen kann.“

„Meint ihr, es geht zu weit, wenn wir sie immer mit Handschellen an uns fesseln?“ fragt Tom.

Langsam breitet sich ein Grinsen über meinem Gesicht aus. Sie machen Witze. Scheiße, sind die blöd! „Ihr Arschlöcher!“

Tom lacht und streichelt meine Wange: „Komm schon, Baby, nimms mit Humor. Du verbringst zukünftig ganz viel Zeit mit uns.“

„Ihr seid total gemein, eine Schwangere so zu verarschen.“

„Das ist doch keine Verarsche“, grinst Matt.

Ich lege meine Hand auf seinen Arm. „Wenn ihr das alles macht, ziehe ich aus!“

„Darüber macht man keine Witze“, empört sich Will.

„Fuck, Babe, noch so ein Spruch und ich leg dich übers Knie“, scherzt Matt.

„Haha, wenn du das mal tun würdest“, grummel ich.

Er lacht. „Ja, da hast du recht, Babe. Das kommt erst wieder, wenn du geworfen hast.“

Ich schaue ihn entsetzt an. „Das hast du nicht gesagt!“

Sie lachen sich alle drei über meinen Gesichtsausdruck kaputt. „Ich find ja auch, dass man einen Braten in der Röhre nicht werfen sollte“, meint Tom.

Will grinst als er einwirft: „So ein trächtiges Weibchen muss man schon zart behandeln.“

„Ja, find ich auch. Aber wisst ihr, worauf ich mich am meisten freue?“ fragt Matt. Die beiden anderen schütteln den Kopf. „Angebuffte Frauen kriegen doch größere Titten.“

Will lacht. „Oh, Thea mit Atomtitten. Lass mal fühlen, ob sich das schon geändert hat.“ Er greift mir an den Busen und ich schlage seine Hände weg.

„Von wegen! Das angebumste Weibchen hier erwartet zukünftig auf Händen getragen zu werden“, grinse ich.

Sie schauen mich alle drei zufrieden an. „Ich hoffe, du bist ein geiles trächtiges Weibchen“, meint Tom grinsend.

„Das nützt mir ja auch nichts, wenn ihr mich nicht ficken wollt“, gebe ich zurück.

Matt zwinkert mir zu. „Erzähl mal nicht, du wärst heute nicht auf deine Kosten gekommen, Babe.“

„Ich hoffe nur, dass du durchgehend Lust hast. Stellt euch doch mal vor, wie das wäre, wenn wir mehr als ein halbes Jahr keinen Sex mehr bekommen würden“, sagt Will mit einem verzerrtem Gesicht.

„Das würde euch recht geschehen“, antworte ich und lache.

Tom schaut mich böse an. „Beschrei es nicht, du Monster.“

Ich stehe auf, trete hinter ihn und schlinge die Arme um ihn. Dann küsse ich seine Haut am Hals, bevor ich ihn zärtlich beiße. Er lacht. „Offensichtlich bist du zumindest jetzt gerade scharf. Brauchst du noch eine zweite Runde?“

Ich setze mich auf seinen Schoß und kuschel mich gegen seine breite Brust. „Keine zweite Runde, aber kuscheln fänd ich schon gut.“

Seine Arme schlingen sich um mich, halten mich fest. „Als würde nicht genug mit dir gekuschelt“, grinst er.

„Man kann nie zu viel kuscheln“, antworte ich und schaue ihn frech an.

Ich drehe mich zu Matt und Will. „Jetzt mal ganz ehrlich. Ihr werdet mich nicht 24/7 kontrollieren, oder? Das war auch nur gescherzt, nicht?“

Will grinst mich an. „Sagen wir 50 % Wahrheit und 50 % Humor.“

„Machen wir 70/30 raus“, meint Matt und zwinkert mir zu.

„Gott, Matt, ich dreh durch, wenn du mich jetzt in einen Käfig sperrst“, antworte ich, weil mir klar ist, dass Mr. Teddybär-mit-super-Muskeln es ernst meint.

„Naja, Babe, wenigstens ist er golden“, scherzt er.

Ich schüttel den Kopf. „Matt, bitte.“

Er lacht nur, was kein gutes Zeichen ist. Wirklich nicht.

Will steht auf und holt Karten aus einem Sideboard. „Wir müssen noch was ausfechten.“

Tom setzt mich auf meinen Stuhl und gemeinsam räumen sie den Esstisch ab. Es hat auf jeden Fall Vorteile, wenn man drei Jungs Zuhause hat, denke ich.

„Wieso grinst du so schmutzig?“ fragt Will und streichelt mein Ohr.

Ich lächel ihn verführerisch an, oder sagen wir besser, ich hoffe, dass es verführerisch ist.

Er lacht. „Also, entweder hast du gerade an Sex gedacht oder an irgendwas total machomäßiges.“

Ich werde ein winziges bisschen rot.

„Ich wusste es, mein Mädchen, du bist voll sexistisch.“ Er küsst mich auf den Kopf und setzt sich wieder auf seinen Stuhl.

Er teilt die Karten aus.

In den letzten vier Jahren haben sie viel ausgepokert. Wer, wann mit mir ausgehen darf, wer mit mir alleine in den Urlaub fahren darf, wem ich als erstes einen blasen soll. You name it. Es mag ein wenig komisch anmuten – okay, vielleicht auch ein wenig archaisch -, aber es ist eben ihre Art mit Eifersucht umzugehen. Versteht mich nicht falsch, sie alle drei lieben unsere Beziehung, und sie alle drei wissen, dass uns was fehlen würde, wenn wir nicht zu Viert wären, aber trotzdem kommt es manchmal auch zu Eifersucht. Matt kann sehr eifersüchtig sein, Tom ist es kaum jemals. Ich kann mich nicht erinnern, wann er es wirklich mal war. Aber das ist eben Tom. Er hat beschlossen, dass wir beide funktionieren, also ist ihm alles andere egal.

Er macht mir immer noch jeden Morgen Frühstück. Seit wir in unserem Haus wohnen, liegt sogar jeden Morgen eine Blume an meinem Teller. Julia hat unseren Garten in ein wirkliches Paradies verwandelt. Er ist die perfekte Mischung aus verwildert und gepflegt, so dass er wie ein verwunschener Zaubergarten aussieht. Ich hab keinen grünen Daumen, deswegen bin ich sehr froh, dass Toms Schwester das für uns übernimmt. Sie hat auch die Terrasse mit verschiedenen Töpfen verziert, hat einen kleinen Kräutergarten angelegt. Und, was ich besonders liebe, es gibt jede Menge Naschbeete und –töpfe. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren. Es gibt einen Kirschbaum und einen Apfelbaum. Ich liebe es, durch den Garten zu laufen und links und rechts was von den Sträuchern zu pflücken und mir in den Mund zu stecken.

Außerdem gibt es auch ein bisschen Gemüse, nicht viel, mehr so Alibigemüse, aber jedes mal, wenn wir Salat aus dem eigenen Garten auf dem Tisch haben, freu ich mich. Ich hab einen Knall, ich weiß.

Sie benutzen Schokokekse als Einsatz. Sie haben auch einen Knall.

Ich greife nach einem Keks und schieb ihn mir in den Mund, während ich mir den Schwanzvergleich ansehe, pardon, ich meine natürlich das Pokerspiel.

„Hast du gerade meinen Einsatz gegessen?“ fragt mich Tom ungläubig.

Ich schüttel den Kopf. „Würd ich nie machen.“

Er wischt einen Schokokrümel von meinen Lippen. „Ja, Scheiße, Baby, wenn ich jetzt verliere, bezahlst du dafür.“ Er grinst mich an.

„Womit?“ frage ich, aber eigentlich weiß ich, was er sagen wird.

„BJ.“

Ich zucke mit den Schultern. „Das ist okay.“

Er greift in meinen Nacken und zieht mich an sich. „Ein bisschen mehr Begeisterung, Baby“, flüstert er, bevor er seine Lippen auf meine drückt. Ich stöhne leise und öffne meinen Mund für ihn. Seine Zunge ist sofort in mir, tanzt mit meiner, reibt sich an meiner. Sein Kuss wird intensiver, heftiger. Meine Nippel werden hart, ich spüre das Verlangen zwischen meinen Beinen. Meine Muschi pulsiert. Ich stehe auf ohne unseren Kuss zu unterbrechen und setze mich rittlings auf seinen Schoß. Seine Hände greifen an meinen Hintern, kneten ihn fest. Ich drücke mich gegen ihn, spüre, dass er hart ist.

Schwer atmend löst er sich von mir, küsst noch einmal sanft meine Lippen, bevor er mich angrinst.

Ich schlinge meine Arme um meinen Mann und drücke meine Wange gegen seine. Er zieht mich fest an sich.

„Alter, lass uns spielen“, wirft Will ein und gibt mir einen nicht gerade zarten Klaps auf den Hintern.

Als ich von Toms Schoß aufstehe, zieht mich Matt an sich. „Der Sieger bekommt dich heute Nacht.“

Ich grinse ihn an. „Dann bist du ja schon mal raus.“

Er lacht. „Oh, nein, wenn ich gewinne, bin ich um zehn wieder Zuhause.“

Er küsst mich sanft und dann beginnen sie zu spielen. Ich hab ihnen schon hundert mal dabei zugesehen, kann aber die Faszination mit diesem Spiel nicht nachvollziehen. Aber muss ich ja auch nicht. Ich bin ja nur der Preis.

Nach einer halben Stunde, die ausgewogen war, sind sie nun alle all-in. Okay, dieser Moment ist schon recht spannend. Auf dem Tisch liegen zwei Asse (Pik und Herz) und zwei Könige (Herz und Karo) aufgedeckt. Die fünfte Karte fehlt noch. Will deckt sie auf und es ist die Herz-Königin. Der entscheidende Moment ist da.

„Die Stunde der Wahrheit“, grinst Matt. Ich kann ihre Augen alle funkeln sehen. Jungs werden immer Jungs sein, oder?

Tom dreht als erster seine Karten um. Er hat noch einen König und somit ein Full House. Will dreht seine Karten um. Zwei Asse. Er grinst siegesgewiss in die Runde.

Matt dreht seinen Kopf zu mir. „Wir sehen uns dann um zehn, Babe.“ Er dreht sie um und hat eine zehn und einen Buben, beide Herz. Roy Flush.

Will starrt ihn entgeistert an. „Das ist doch betrogen, Matt!“

Tom lacht und zwinkert mir zu. Ich greife nach seiner Hand und wir schauen uns mal wieder an, wie Matt und Will sich streiten. Sie streiten nicht oft, aber sie können es wirklich gut. Es ist dann wie so ein Tennismatch, bei dem einem die Bälle um die Ohren fliegen.

„Du bist ein schlechter Verlierer“, knurrt Matt.

„Ja, das ist wahr, aber wie willst du auch einen Roy Flush haben, wenn Tom und ich schon so gute Karten hatten?“ giftet Will.

Matts Augen werden feurig, Wills eisig. Es ist immer eindrucksvoll, wenn Feuer in Eis starrt. „Es lagen ja auch schon Hammerkarten auf dem Tisch! Meinst du, die hab ich auch manipuliert?“

„Ein Roy Flush, Alter? Echt? Das ist doch Scheiße!“

„Beschwer dich bei dir selbst, Mann! Du hast ausgeteilt.“

Tom beugt sich zu mir und flüstert mir ins Ohr: „Willst du Popcorn?“

Ich lache und drücke seine Hand.

Will schickt mir einen eisigen Blick zu. „Was gibt es da zu lachen?“

„Fang nicht mit mir an“, grinse ich.

„Wag es nicht, so mit ihr zu reden“, knurrt Matt.

Will schaut ihn ungläubig an. „Was? Jetzt reicht es aber! Du hast mir gar nichts zu sagen!“

Die Stimmung kippt schlagartig. Was vorher nur eine relativ harmlose Kabbelei war, wird zu einem ausgewachsenen Streit.

„Du hast mit meiner Frau nicht so zu reden!“ Matts Stimme wird lauter. Und wenn er laut wird, dann ist wirklich was im Busch.

Wills Stimme wird ebenso eisig wie seine Augen. „Sie ist auch meine Frau.“

„Vielleicht solltest du dir das zu Herzen nehmen und sie mal vernünftig behandeln“, poltert Matt.

Wills Blick ist verletzt. „Fick dich.“ Er dreht sich um und geht durch die Tür zu unseren Arbeitszimmern.

Matt stützt die Hände auf dem Tisch auf und schaut unglücklich.

„Was war das denn, Alter?“ fragt Tom. „Wie kannst du ihm denn vorwerfen, dass er Thea schlecht behandelt?“

Matt richtet sich auf. „Fang nicht mit mir an, Tom!“

Er küsst mich auf den Mund und greift dann nach seinen Autoschlüsseln. „Ich bin um zehn wieder da, Babe. Ich will dich dann nackt in meinem Bett haben.“ Er zwinkert mir zu.

Als er raus ist, schaue ich Tom an. „Was war das denn?“

„Ärger im Paradies?“ antwortet er.

„Scheiße, Mann.“

Er zieht mich von meinem Stuhl und schiebt mich in Richtung Arbeitszimmer. „Geh, Baby. Nur du kannst ihn jetzt retten.“

Ich nicke und gehe zu Wills Büro. Die Tür ist zu. Ich drücke sacht die Klinke runter. Er sitzt auf seinem Stuhl, hat die Ellenbogen auf den Knien und das Gesicht in den Händen vergraben. Ich laufe zu ihm, lege die Hand auf seinen Rücken.

Er richtet sich auf und zieht mich rittlings auf seinen Schoß. Seine Lippen drücken sich hungrig auf meine. Seine Zunge leckt an ihnen entlang, bittet um Einlass. Ich öffne meinen Mund und lasse ihn ein. Der Kuss ist grob und rau und ich merke, wie sehr er mich gerade braucht. Meine Hände vergraben sich in seinen Haaren, ich schmiege meinen Körper an seinen. Seine Finger krallen sich in meinen Hintern und ich stöhne leise.

Ich lasse eine Hand zwischen uns wandern und öffne seinen Gürtel. Ich mache den Knopf auf und ziehe den Reißverschluss runter. Meine Finger schließen sich um seinen Schwanz und ich pumpe auf und ab. Er knurrt leise.

„Auf die Knie, Baby“, flüstert er und ich knie mich vor ihn hin. Er lehnt sich im Stuhl zurück. Ich ziehe seine Hose runter, befreie seinen Schwanz. Ohne viel Federlesens nehme ich ihn in den Mund. Eine Hand schließt sich um seinen Schaft und reibt ihn. Er legt seine Hand auf meine und zeigt mir, wie er es braucht. So hart würde ich ihn von alleine nicht anfassen, aber wenn er das nun will, bekommt er es.

Meine Zunge wirbelt um seine Eichel, leckt an ihr, saugt an ihr. Ich lasse sie an seinem Bändchen spielen, drücke sie in die kleine Vertiefung. Er schmeckt so lecker. Ich spüre, wie ihn die Kombi aus Hand- und Blowjob anmacht. Seine Finger greifen in meine Haare, locker erst.

„Ganz rein“, befiehlt er und ich schaue zu ihm auf mit flehenden Augen.

„Schau mich nicht so an mit deinen Bambiaugen, Baby. Ich will ganz in deinen Mund. Los jetzt.“

Ich nehme ihn so tief auf, wie ich kann, und beginne dann zu schlucken. Er rutscht tiefer und tiefer und er stöhnt genüsslich.

„Ja, Baby, weiter. Tiefer. Schön reinstecken“, murmelt er, während er meine Wangen streichelt.

Ich bemühe mich wirklich, aber er passt heute nicht. Es geht nicht. Er ist zu groß. Wir wissen beide, dass ich ihn nicht immer ganz in den Mund nehmen kann. Normalerweise zwingt er mich dann auch nicht, aber heute sehe ich in seinen Augen, dass er ganz in meinen Mund will. Er will einen echten Mundfick und er findet es geiler, wenn er ihn mir dabei ganz reinschiebt.

„Ganz rein, sagte ich.“ Seine Stimme wird eisig. Er hat heute offensichtlich auch nicht so viel Geduld wie sonst.

Ich schlucke frenetisch, versuche ihn tiefer in den Mund zu bekommen. Ich spüre, wie sich zwischen meinen Beinen Feuchtigkeit sammelt. Wenn Will mich so dominiert, macht mich das unglaublich an.

Er greift fester in meine Haare, zeigt mir einmal mehr, wer der Boss ist. „Du hörst nicht auf, bis du ihn ganz drin hast“, knurrt er. Er hat aufgehört mich zu streicheln, ist jetzt nicht mehr der zärtliche Liebhaber, sondern der raue Lover, der mich zu seiner eigenen Befriedigung nutzt. Und ich werde nasser und nasser. Es macht mich unglaublich an, wenn ich mich meinen drei Jungs unterwerfe.

Ich versuche alles, um ihn ganz in den Mund zu bekommen. Ich blicke ihn bittend an, aber er schüttelt nur den Kopf. „Ganz rein, Thea. Du gehorchst meinen Befehlen. Klar?“

Ich nicke und strenge mich an, ihn tiefer reinzubekommen. Er kippt sein Becken ein wenig, ändert den Winkel geringfügig und ich kann noch ein Stückchen mehr von ihm in den Mund nehmen.

„So ist gut, Baby“, murmelt er. „Noch ein kleines bisschen und du hast es geschafft. Komm schon, Süße, streng dich an.“

Ich versuche meine Kehle weiter zu relaxen, mit letzter Anstrengung schaffe ich es, spüre seinen Hoden an meinem Kinn. Ich blicke zu ihm auf und sehe Stolz in seinen Augen.

„Braves Mädchen“, flüstert er, streichelt sanft über meine Wangen, bevor er aufsteht, seine Hände fest um meinen Kopf schließt und beginnt, langsam in mich zu stoßen. „Hände auf den Rücken.“

Ich tue, was er sagt und blicke zu ihm auf. Er liebt es, meinen Mund zu ficken, während ich ihn anschmachte. Ich lege all meine Liebe in meinen Blick und er schluckt hart, bevor er schneller in mich stößt. Seine Finger graben sich in meine Kopfhaut. Er wirft den Kopf in den Nacken, wird schneller, nimmt sich alles, was er braucht. Es ist hart, es auszuhalten, mir tut schon der Kiefer weh, aber es ist einfach auch so unglaublich geil.

Nach einem langen Augenblick zieht sich sein Hoden hoch und sein Sperma spritzt in meinen Mund. Ich schlucke alles und bin gleichzeitig erleichtert und traurig, als er seinen Schwanz aus meinem Mund zieht. Ich lecke ihn schnell sauber, bevor er ihn einpackt, sich setzt und mich auf seinen Schoß zieht. Er sieht mich prüfend an und wischt dann eine kleine Träne aus meinem Augenwinkel.

„Das war zu hart“, stellt er fest.

Ich schüttel den Kopf. „Nein.“ Er sieht mich zweifelnd an. Ich nehme seine Hand, ziehe am Bund meiner Hose und lasse seine Finger zwischen meine Beine gleiten. Als er das Ausmaß meiner Erregung spürt, schaut er mich überrascht an.

Ein träges Grinsen legt sich auf sein Gesicht. „Fuck, mein Mädchen. Du bist scheißnass.“

Ich nicke. „Es war so gut. Ich liebe es, wenn du dir einfach nimmst, was du brauchst.“

Seine Finger finden den Weg in mich. „Behandel ich dich schlecht?“

Ich starre ihn einen Augenblick sprachlos an. „Was?“

„Behandel ich dich schlecht, Baby?“ fragt er noch einmal und sein Ausdruck hat etwas Verunsichertes.

„Vergiss Matts blödes Gequatsche“, sage ich.

Seine freie Hand legt sich an mein Gesicht. „Baby, bitte. Behandel ich dich schlecht? Hat sich was in meinem Verhalten verändert?“

Ich schüttel den Kopf. „Komm schon, Baby. Du weißt, ich würd dir die Eier abschneiden, wenn du mich schlecht behandeln würdest. Du bist halt manchmal Mr. Superarrogant, aber das warst du schon immer.“

„Ich behandel dich also schlecht, aber es ist okay, weil ich das schon immer getan habe?“ fragt er ein wenig entsetzt nach.

Ich grinse. „Unsinn! Du hast mich immer nur gut behandelt, du bist nur manchmal nervig.“

„Nervig?“

„Yep, wenn du Wayne bittest, mein Auto mit GPS auszustatten, wenn du in alle meine Jacken Mini-Tracker einnähen lässt, wenn du dir immer meinen Kalender zeigen lässt. Soll ich fortfahren?“

Er schüttelt den Kopf und grinst mich verwegen an. „Ich mach mir eben Sorgen um dich, Baby. Du bist mein wertvollster Besitz, ich will nicht, dass dir was passiert.“

„Du bist so ein Machoarsch“, sage ich und funkel ihn an.

„Das wird sich auch nie ändern“, meint er und beginnt seine Finger in mir zu bewegen.

Ich stöhne leise, kralle mich in seine Schultern, werfe den Kopf in den Nacken. Seine Lippen finden meinen Hals und er verpasst mir Knutschflecke. Er weiß, dass ich das hasse, wenn er sie an Stellen hinterlässt, die man sehen kann. Aber er braucht das gerade. Ich spüre es. Matts Anschuldigung, dass er mich schlecht behandeln würde, hat ihn tief getroffen. Und wenn er darüber hinweg kommt, indem er mir ein paar Markierungen verpasst, kann ich damit leben.

Ich reite seine Hand, schiebe mein Becken immer vor und zurück. Er schließt seine Hand um meine Hüfte, hält mich still, übernimmt die Führung. Seine Finger sind tief in mir, sein Daumen reibt über meine Klit. Er beißt mir sanft in die zarte Haut über dem Schlüsselbein, leckt über meine Kehle. Seine Lippen wandern zu meinem Ohr und er knabbert zärtlich an meinem Ohrläppchen. Mich durchzucken Wellen der Lust, meine Muschi krampft um seine Finger, aber sie sind nicht genug.

„Gott, Will, ich brauch deinen Schwanz“, murmel ich flehend.

Er lacht leise und zieht seine Finger aus mir. „Dann blas ihn mir hart, Baby.“

Ich rutsche von seinem Schoß und brauche nur wenige Minuten bis er imposant aufragt. Ich ziehe meine Hose aus, setze mich wieder auf seine Oberschenkel, greife nach seinem Schwanz und schiebe ihn mir rein. Will bockt einmal nach oben und ist vollständig in mir drin. Ich schreie leise, die vollständige Füllung so unglaublich, dass meine Muschi sich zusammenzieht, ihn willkommen heißt.

Er schließt seine Finger um meine Hüften, zieht mich runter, seinen Stößen entgegen. Ich weiß nicht, wo er in dieser Position so viel Kraft herholt, aber er stößt immer und immer wieder tief in mich. Ich ziehe mein T-Shirt aus, damit er meine wackelnden Brüste sehen kann.

Kaum sind sie vom Stoff befreit, sagt er: „Schling die Arme fest um meinen Hals.“

Damit ziehe ich seinen Mund gegen meinen Busen, den er sofort küsst, leckt, an ihm saugt, zärtlich an ihm knabbert. Er nimmt einen Nippel zwischen die Lippen und saugt so hart, dass ich beinahe sofort komme.

„Fuck“, schreie ich, während er gegen meine Haut lächelt. Er beißt in den Nippel und ich komme. Ich pulsiere um ihn und er strengt sich an, nicht ebenfalls sofort zu kommen. Sein Gesicht ist ein kleines bisschen angespannt.

Als ich von meinem Hoch runterkomme, steht Will auf. Er stellt mich auf meine Füße, zieht aus mir raus, dreht mich um und legt mich dann über seinen Schreibtisch, der für ihn die perfekte Fickhöhe hat. Ich persönlich glaube ja, dass er ihn nur deswegen ausgesucht hat, aber er verneint das.

Seine Eichel ist wieder an meinem Eingang und mit einem animalischen Knurren stößt er tief in mich rein. Ich schreie laut auf und greife an die gegenüberliegende Tischkante, um mich festzuhalten. Fuck, ist das gut!

Seine Finger bohren sich in meine Hüften, ich werde morgen blaue Flecken haben. Bevor er richtig loslegen kann, stockt er. „Fuck!“, knurrt er.

Er streichelt sanft über meinen Rücken, beugt sich über mich, küsst langsam und gemächlich meinen Rücken, achtet darauf, sein Gewicht von meinem zu nehmen.

„Fick mich, Will. Bitte fick mich“, flehe ich ihn an.

„Sorry, Baby, einen Moment hab ich vergessen, dass du schwanger bist.“

„Nein, Will, bitte, bitte fick mich. Ich liebe es, wenn du mich hart rannimmst.“

Er streichelt mich sanft. „Baby, ich weiß, aber das kann ich erst wieder machen, wenn unser Baby da ist. Aber ich verspreche, sobald du nach der Geburt wieder darfst und kannst und vor allem willst, schenk ich dir den härtesten Ritt deines Lebens.“

„Bitte jetzt“, bettel ich, während meine Muschi um seinen Schwanz kontrahiert, immer und immer wieder. Ich stehe so unter Strom, bin so angeturnt, dass nur ein langer, harter Fick mich vollständig befriedigen wird.

„Keine Chance, Thea“, sagt er ernst. „Unser Baby geht jetzt vor.“

„Will“, jammer ich und bewege mein Becken gegen ihn.

Er stößt langsam und vorsichtig in mich. Produziert fast keine Reibung, gibt mir nicht, was ich jetzt so dringend brauche.

„Sei kein Arsch, gib mir, was ich brauche“, fauche ich ihn an.

Er zieht aus mir raus, küsst meine Schultern, haucht federleichte Küsse auf meine Haut. Er greift nach seinem Schwanz und beginnt, sich einen runterzuholen. Ich spüre seinen Penis und seine Hand an meinem Hintern. Schneller und schneller wird er.

„Nein, Will, nein! Bitte, fick mich, fick mich!“ keuche ich ungläubig und empört.

Er lässt sich nicht beirren. Als ich aufstehen will, drückt er mich zurück auf den Tisch. Er knurrt und keucht, beißt mir in die Schulter, hindert mich am Aufstehen, und reibt sich immer schneller. Mit einem langgezogenen Fluch kommt er auf meinem Hintern.

„Mein Sperma auf dir sieht immer so scheißgeil aus“, murmelt er, während er mit beiden Händen seinen Samen in meine Haut reibt.

Mit einem festen Klatsch auf den Hintern lässt er mich aufstehen und ich funkel ihn wütend an. „Du bist ein Arsch! Wie kannst du mich so anturnen und mich dann hängen lassen?“

In aller Seelenruhe packt er seinen Schwanz wieder ein. Dann zieht er mich hart an sich, so hart, dass ich mich fest gegen ihn presse, weil er mich so anturnt. „Ich mache die Regeln, Baby“, knurrt er. „Wenn du brav bist, ficke ich dich sanft, wenn du nicht brav bist, wirst du gar nicht gefickt.“

„Ich hasse dich manchmal“, sage ich und meine, ich liebe dich wie verrückt, vor allem, wenn du dich wie ein Neandertaler aufführst und mich kontrollierst.

Er grinst nur, und fängt an mich so zu küssen, dass mir die Knie weich werden. Er greift fester um mich, hält mich aufrecht und plündert mit seiner Zunge meinen Mund. Ich drücke mich gegen ihn, reibe mich wie eine Katze an ihm, habe meine Arme um seinen Hals geschlungen.

Als er mir eine kurze Atempause gönnt, murmel ich: „Ich liebe dich so sehr, Baby.“

„Ich dich auch, mein Mädchen“, flüstert er und küsst mich wieder.

Er dirigiert mich zu der Couch, die an der Wand steht. Wills Büro und mein Büro schauen in Richtung Bay. Er hat seines beim Pokern gewonnen, ich hab meines so bekommen, weil ich das Mädchen bin oder so. Ist ja auch egal, jedenfalls habe ich das schönste Arbeitszimmer bekommen.

Er setzt sich und zieht mich auf seinen Schoß. „Noch einmal, Baby, behandel ich dich schlecht?“

Ich lege meine Hände an sein Gesicht. „Nein, Will, wirklich nicht. Wenn du es tun würdest, hätte ich dir schon längst den Arsch aufgerissen, das weißt du.“

„Warum sagt der Pisser dann so was?“ fragt er.

Ich schüttel den Kopf. „Keine Ahnung. Aber er hat es nicht so gemeint. Wieso hast du ihm vorgeworfen, dass er schummelt?“

Er lacht. „Weil ich bei unserem ersten Kind auf der Geburtsurkunde stehen will.“

Ich ziehe überrascht die Augenbrauen hoch. „Darum ging es? Nicht darum, wer mit mir die Nacht verbringt?“

Sein Grinsen wird größer. „Komm schon, Baby, wir können auch alle drei die Nacht mit dir verbringen.“

„Hmmh.“

Er küsst mich sanft. „Bist du glücklich mit mir?“

Ich nicke sofort, lasse ihn keine Sekunde im Zweifel. „Unglaublich glücklich. Ich liebe dich so sehr.“

„Bin ich manchmal zu viel?“

Ich schüttel den Kopf. „Nein, du bist nie zu viel. Ich werde es bereuen, aber ich liebe, dass du tust, was du willst, auch wenn du weißt, dass es mich ankotzen wird. Ich liebe, dass du genug Vertrauen in uns hast, um das zu tun.“

Er schlingt seine Arme um mich. „Ich versuche, es zu kontrollieren, Baby, wirklich. Aber ich hab so einen Scheißbeschützerinstinkt dir gegenüber, dass ich manchmal über die Stränge schlage.“

Ich küsse seine Lippen. „Wie gesagt, ich werde es bereuen, aber es ist okay. Es macht ja auch Spaß, mit dir zu streiten.“

Er grinst. „Auch, wenn du immer verlierst?“

Ich zucke mit den Schultern. „Das kann man sehen wie man will. Aus meiner Sicht verliere ich nicht.“

Er lacht. „Jedes Mal, wenn du mich wegen irgendwas angemacht hast, musstest du es im Endeffekt akzeptieren. Das ist verlieren.“

Ich grinse und küsse ihn noch einmal. „Aber ich bekomme immer supergeilen Versöhnungssex.“

Er legt den Kopf schief und denkt drüber nach. „Fuck, vielleicht verlierst du ja doch nicht.“ Er lacht.

„Bring das mit Matt in Ordnung, okay?“ bitte ich.

Er streichelt sanft meinen Rücken. „Man kann sich auch mal streiten.“

Ich nicke. „Aber ich mag nicht, wenn es dann so ungeklärt ist. Das macht mir Stress.“

„Okay, mein Mädchen. Wenn Matt heute Abend kommt, klären wir das.“

„Danke“, flüster ich und küsse ihn.

Sieben Monate später

Ich hätte mir keine Sorgen machen brauchen. Es dauerte die Länge von einem zu leerenden Bier und dann war der Haussegen wieder hergestellt. Puh, wie gut, dass sie beide nicht so unversöhnlich sind. Matt steht also als erstes auf der Geburtsurkunde.

Am nächsten Tag war ich mit Will bei der Frauenärztin. Wir haben ihr halbwegs unsere Situation erklärt, damit sie sich nicht wundert, wenn ich mal mit einem der beiden anderen (oder auch mal mit allen dreien) auftauche. Ich war in der sechsten Woche, man konnte das Baby beim Ultraschall schon sehen, aber den Herzschlag nicht hören.

Jetzt bin ich in der 36. Woche. Ich bin wirklich kugelrund und ich glaube der Ärztin keine Sekunde, wenn sie sagt, dass ich nur ein Baby bekomme. Naja, die Frage ist ja auch noch, was für ein Baby. Ich hoffe ja immer noch auf einen kleinen Elefanten. Die sind so süß.

Will und Matt kann ich das nicht erzählen, sie würden mich in die Klapse stecken. Tom lacht über meinen Unsinn, wofür ich ihm dankbar bin. Ich hab nämlich auch das Gefühl, dass es schlimmer wird mit meinen Verrücktheiten, je weiter diese Schwangerschaft voran schreitet.

Aber es liegt wahrscheinlich einfach nur am Sexentzug. Die Jungs laufen beinahe mit Dauerständer durch die Gegend. Ich grinse ein bisschen. Es tut mir ja auch leid, wirklich, aber doch auch nicht so sehr, dass ich die Komik nicht sehe, dass diese drei Männer, die in den vier Jahren vor meiner Schwangerschaft fast jeden Tag Sex hatten, jetzt schon seit fast sechs Monaten keinen mehr haben. So geil ich in den ersten paar Wochen war, so ungeil bin ich jetzt. Von einem auf den anderen Tag hatte ich einfach keine Lust mehr. Irgendwie wollte ich nur noch essen und schlafen. Zur Arbeit wollte ich auch nicht mehr wirklich gehen, daher hat Will einen Großteil meines Jobs übernommen. Ein wahrer Heiliger.

Stattdessen wollte ich ein Nest bauen. Zunächst hatte ich tatsächlich die Idee, das Kinderzimmer mit Stöcken und so zu dekorieren. Aber nachdem Tom das für mich gemacht hatte – ja, mach ich doch nicht selber -, fand ich es dann doch blöd. Dann wurde das Zimmer in blau gestrichen mit Autos und so. Das war, als wir erfahren haben, dass es ein Junge wird. Aber nachdem Tom auch das gemacht hatte, fand ich das auch wieder so doof, weil ich meinen Jungen doch nicht in irgendwelchen Stereotypen fangen will. Er soll sich frei entfalten können. Meine Idee, das Zimmer lila zu streichen, ist allerdings auf taube Ohren gestoßen. Tom hat das Zimmer dann noch grün gestrichen, wie ich auch immer auf diese Idee kam. Miranda hat dann gesagt, dass es aussieht wie Babykotze, und dann konnte es so natürlich nicht bleiben. Dann hat sie noch behauptet, dass es sich sowieso nicht lohnt, das Zimmer zu streichen, weil es sowieso jede Menge Flecken bekommt. Neben richtiger Babykotze sprach sie auch von Babydurchfall und Urin, der offensichtlich aus kleinen Jungen nur so rausspritzt. Insgeheim habe ich gedacht, dass mir da doch lieber ist, was aus großen Jungs rausspritzt, aber gesagt habe ich, dass Miranda aufhören soll, mir Horrorgeschichten von kleinen Penissen zu erzählen, weil sonst sie das Kind großziehen müsste.

Sie hat natürlich nicht aufgehört, sondern war begeistert, dass ich ihr mein Baby schenken wollte. Daraufhin hat mir Will einen vernichtenden Blick zugeworfen, gesagt, dass es manche Dinge gibt, über die man keine Witze macht, und das sein Sohn ganz sicher keinen kleinen Penis hätte.

Also hat Tom das Zimmer noch mal gestrichen. Aber statt es nur in einer Farbe zu streichen, musste der arme Kerl eine Landschaft mit Regenbogen aufmalen. Als Josh und Michael das gesehen haben, musste ich ihnen versprechen, dass sie Patenonkel werden durften, denn wenn man schon so früh mit der homosexuellen Sozialisation anfängt, bräuchte er leuchtende Vorbilder, die ihm zeigen, dass man auch als schwuler Mann nicht unmännlich sein muss. Ähem. Ja, ich hab das so stehengelassen.

„Hast du alles, Babe?“ fragt Matt zum fünfhundertsten Mal. Erinnert ihr euch an den 70/30-Scherz? Nun ja, war kein Scherz.

„Ich brauche nur meine Handtasche“, sage ich ebenfalls zum fünfhundertsten Mal.

„Nimm doch lieber noch deine Strickjacke mit. Vielleicht wird dir nachher zu kühl.“

„Draußen sind 30 Grad.“

Er läuft nach oben, um mir eine Strickjacke zu holen, wetten? Ja, Wette gewonnen. „Wir nehmen die lieber mal vorsichtshalber mit. Was brauchst du sonst noch? Sollen wir was zu trinken für die Fahrt mitnehmen? Einen Müsliriegel, falls du Hunger bekommst?“

„Nein.“

„Und ein Kissen? Brauchst du ein Kissen für den Rücken?“

„Nein.“

„Wir nehmen besser noch eine Wolldecke mit, falls dir wirklich kalt wird.“ Er greift nach einer Decke, nimmt drei Kissen mit, stopft sich eine Flasche Wasser unter den Arm und packt drei Müsliriegel ein.

„Haben wir nichts vergessen, Babe?“ fragt er.

„Ich denke nicht, Matty. Du könntest auch noch drei andere Schwangere im Notfall versorgen.“ Ich muss mich zügeln, um nicht loszulachen.

„Sehr witzig, ich bin eben gerne vorbereitet.“

„Du hast den Schlüssel vergessen“, sage ich.

Er schaut an sich herunter, hat keine freie Hand mehr, und schaut mich ein bisschen verlegen an.

„Möchtest du, dass ich ihn nehme?“

„Bitte.“

Ich grinse ihn an und er hat ja, Gott sei Dank, Humor. Er zwinkert mir zu. „Ich weiß, ich weiß, ich bin überbeschützend und durchgeknallt, aber wirklich, ich kann nicht anders.“

Ich lege meine Hände an seinen Wangen und küsse ihn zart. „Ich weiß, du Teddybär.“

Er lacht. „Lass uns gehen, Babe. Meine Mom wird sowieso schon böse sein, dass wir zu spät kommen.“

„Also ich wäre schon vor einer halben Stunden dagewesen.“

Ich halte ihm die Tür zu unseren Büros auf, dann die Tür zur Garage, mache den Kofferraum auf, damit er alles reinlegen kann. „Okay, vielleicht hab ich das Ganze nicht so durchdacht“, meint er dann. Denn eigentlich hasst er es, wenn er mir nicht die Tür aufhalten kann.

Das macht er jetzt wieder wett, indem er mir die Autotür aufhält und dann nach meinem Ellenbogen greift, um mir rein zu helfen. Als er mich dann noch anschnallen will, scheuche ich ihn weg. Als ich den Gurt um mich geschlungen habe, küsst er mich kurz, und schließt dann die Tür.

Furchtbar langsam tuckern wir durch die Gegend. Ich mein, warum hat man viele PS, wenn man wie ’ne Schnecke fährt?

„Matty, vielleicht ein winziges bisschen schneller? Die Oma mit dem Rollator hat uns gerade überholt.“

„Witzig. Ich halte mich genau an die Geschwindigkeitsbegrenzung.“

„Aha, aber hier ist nicht 15.“

„Doch, da war vorhin ein Schild“, sagt er ohne die Miene zu verziehen.

Ich grinse. „Da ist höchstens ein Schild in deinem Kopf mit der Aufschrift Gehirn.“

Er lacht. „Ach, komm schon, Babe. So langsam fahren ist doch auch schön. Genieß es einfach. Ist doch schön, die Hektik mal hinter sich zu lassen.“

„Du machst mich wahnsinnig.“

„Quatsch, Babe, da brauchst du keine Hilfe für.“

Ich gebe ihm einen zärtlichen Stupser gegen die Schulter. Als wir an der Ampel stehen, legt er seine Hand auf meinen Bauch.

„Ich liebe dich und ihn.“ Seine Hand wandert zu meinem Busen, der wirklich, wirklich eine Größe erreicht hat, die mich als Pornostar qualifiziert. „Und deine Titten liebe ich auch. Es ist eine echte Schande, dass du uns nicht damit spielen lässt.“

Ich lege meine Hand auf seinen Arm. „Das ist echt ein schlimmer Streich des Schicksals, dass ich keine geile Schwangere bin. Tut mir leid.“ Ich kann das mittlerweile sagen, ohne zu heulen. Denn am Anfang musste ich immer weinen, wenn mir bewusst wurde, dass ich keine Lust auf meine Jungs hatte. Und wenn ich dann auch noch gesehen habe, wie sie die Geilheit beinahe umbrachte, hatte ich noch schlimmere Schuldgefühle. Meine Libido ist im Winterschlaf oder sagen wir im Sommerschlaf, ach was, im Ganzjahresschlaf.

„Ach, Babe, man gewöhnt sich an alles. Auch an sechs Monate mit schmerzenden Eiern.“ Er streicht zärtlich über meine Wange.

„Wie läuft es eigentlich mit dem Dauerständer?“ erkundige ich mich wie eine fürsorgliche Ehefrau.

Er lacht. „Ich hol mir noch ’ne Sehnenscheidenentzündung von all dem Wichsen.“

Ich schaue nicht gerade diskret in seinen Schritt.

„Lass das, Babe, wenn du da hinguckst, glaubt mein Schwanz, du hast Interesse und erwacht zum Leben.“

Ich grinse ihn an. „Bin ich verrückt, weil es mich froh macht, dass du noch immer so auf mich reagierst, auch wenn ich dich nicht ranlasse?“

Sein Grinsen wird ein wenig verwegen. „Das ist schon kein feiner Zug von dir, Babe. Dabei macht mich dein Anblick mit den Monstertitten und diesem phänomenalen Bauch ständig scharf.“

Ich schaue ihn nachdenklich an. „Ich würd auch schon gerne wissen, wie es ist, schwanger zu vögeln.“

„Und ich erst“, lacht er.

„Aber was soll ich machen? Wir reden über Schwänze …“

„Wir reden nicht über Schwänze, Thea, nur über meinen! Du hast nur über drei Schwänze zu sprechen“, knurrt er mich beinahe an.

„Da ist wohl jemand sexuell frustriert.“

„Mehr als nur einer“, scherzt er.

Ich grinse. Die Armen, echt. Aber jetzt haben sie mal ihre eigene Medizin. „Das liegt bestimmt daran, dass ihr mich nicht hart vögeln wolltet.“

Er lacht leise. „Fuck, Babe. Wenn das tatsächlich der Grund ist, dann verkünden wir so einen Schwachsinn nie wieder.“

„Und ich mach es euch noch schwerer, weil ich so furchtbar kuschelig bin.“

„In der Tat, Babe. Es ist verdammt schwer, dich Nacht für Nacht in den Armen zu halten, und dann nichts weiter zu tun, als deinen Bauch zu streicheln“, neckt er mich.

Ich streichel über meine Kugel. „Kannst du dir vorstellen, dass da wirklich ein Baby drin ist?“

Er legt seine Hand auf meine. „Naja, ich hab’s auf dem Monitor gesehen, seine Herztöne gehört, habe es gefühlt. Aber irgendwie … ne, irgendwie fühlt es sich unglaublich an.“

„So geht es mir auch.“ Ich lächel ihn an, streichel über seine wie immer glatt rasierte Wange. „Ich bin so glücklich.“

Er küsst zart meine Handfläche. „Ich bin so glücklich, Babe. Du machst mich so glücklich.“

Wir halten vor dem Haus von Nora und Mary. Ja, die beiden sind immer noch ein Paar und es ist schon fast ekelig wie glücklich sie sind. Okay, es wäre ekelig, wenn ich nicht auch so verdammt glücklich mit meinen Jungs wäre.

Matt macht mir die Tür auf und hilft mir raus. Es ist tatsächlich komplizierter auszusteigen als einzusteigen, daher bin ich für seine Hilfe echt dankbar. Aber ich sag’s ihm nicht. Er muss nicht alles wissen.

Als wir die Auffahrt hochlaufen, obwohl bei mir watscheln angemessener wäre, wird die Haustür aufgerissen und Nora kommt uns entgegen.

„Oh, mein Liebling, wie geht es dir?“ fragt sie und umarmt mich so fest, wie es eben geht, wenn man etwas von der Größe eines Medizinballs zwischen sich hat.

„Ganz gut, auch wenn ich mich mittlerweile wie ein Wal fühle.“

Sie lacht und greift nach meiner Hand, bevor sie Matt auf die Wange küsst und sich bei ihm einhakt. „Kommt mit ins Haus, es sind schon alle da, die heute kommen.“

„Hat jemand abgesagt?“ frage ich.

„Simon ist ja in New York und Julia ist in England.“

„Ja, richtig“, sage ich. Das ist auch so eine Sache. Irgendwie entfallen mir momentan viel zu viele Details. Wird Zeit, dass ich meinen Kopf wieder benutzen kann. Momentan wird das ganze Blut woanders gebraucht.

Matt zwinkert mir zu und ich lächel ihn an. Mary steht in der Tür und begrüßt uns ebenso herzlich wie Nora. Sie gehört ebenso zu unserer verrückten Familie, die Tag für Tag größer und … nun ja … verrückter wird. Eloquenz, wo bist du?

Während Matt Nora und Mary kurz in der Küche hilft, watschel ich schon mal in den Garten, wo es ein großes Hallo gibt. Sally ist die erste, die sich auf mich wirft. Wortwörtlich. Sie setzt sich auf meinen Fuß und umklammert mein Bein. Ich würde mich ja runter beugen, um ihr über den Kopf zu streicheln, aber so tief geht nicht mehr. Wie gut das Sommer ist, sonst müsste ich mir von den Jungs die Schuhe zubinden lassen. Aber ich trag momentan eh nur Flip Flops, also ist das okay.

„Hey, Süße, wie geht’s?“ frage ich in die Richtung meiner Füße. Sehen kann ich leider nicht wirklich was. Das ist vielleicht auch besser, weil Will mir die Fußnägel lackiert hat. Und ich kann nicht mal sagen, ob er das gut oder schlecht gemacht hat. Als ich so auf der Couch saß, hat er meinen Fuß nach oben gehalten, damit ich schauen konnte. So aus der Ferne sah alles gut aus, aber ich hatte ja keine Chance, es genauer zu betrachten.

„Gut“, antwortet sie, während ich Hände spüre, die sich um mich legen.

„Ich kann dich nicht mal mehr umarmen“, scherzt Will.

„William King, sei nett zu deiner Frau“, ertönt da Rosalinds Stimme.

Ich grinse. „Keine Angst, Rosalind, das war schon die nette Variante. Gestern hat er mich Pottwal genannt.“

„Bei mir würd er keinen Sex mehr kriegen“, antwortet Wills Oma.

Aus allen Richtungen schalt es „Oma!“, „Mutter!“ und „Rosalind!“.

Ich grinse und sage: „Bekommt er auch nicht.“

Will schaut mich ein wenig fassungslos an, bevor er lacht. „Touché, Baby. Aber du musst nicht allen erzählen, dass ich schon seit sechs furchtbar langen Monaten keinen Sex mehr mit meiner Frau hatte.“

So ein Arsch! „Wie wär’s, Liebling? Machen wir 36 draus?“

Das Gelächter am Tisch wird grölend, während Will versucht, mich mit kleinen Küssen davon zu überzeugen, dass das eine sehr schlechte Idee ist. Er grinst und legt mir dann den Arm um die Schultern.

„Du bist echt die Beste.“

Die anderen kommen und umarmen mich, streicheln meinen Bauch. Am Anfang waren sie alle ein wenig vorsichtig, wussten nicht, ob ich wollte, dass sie mir alle ständig an den Bauch fassen. Aber ich hab damit kein Problem. Ich hab ja auch ständig Abbys betatscht.

Tom kommt aus dem Haus, steckt sein Handy in die Hosentasche. Als er mich sieht, strahlt er über das ganze Gesicht. Er umarmt mich fest und gibt mir einen liebevollen Kuss. „Warum seid ihr so spät?“

„Weil Matt rumgezickt hat.“

In dem Moment kommt Matt mit einer Platte voller Vorspeisen aus dem Haus. „Witzig, Babe. Ich hab mich nur um dich gesorgt.“

„Ich wunder mich, dass du den Skianzug Zuhause gelassen hast“, necke ich ihn.

Er stellt die Platte ab, gibt mir einen zärtlichen Klaps auf den Hintern und meint: „Andere hätten gerne einen aufmerksamen Ehemann und du hast gleich drei.“

„Hast ja recht.“

Er schaut mich ungläubig an, bevor ein riesiges Grinsen sein Gesicht erleuchtet. „Wie bitte?“

„Ich sag es nicht noch mal“, gebe ich lachend zurück.

Er holt sein Handy aus der Hose und meint: „Doch, jetzt bitte. Ich will es aufnehmen und in schlechten Zeiten anhören.“

„Du bist so ein Spinner“, erkläre ich und setze mich auf einen Stuhl.

„Thea-Mädchen“, kommt da Roberts Stimme, „wir dachten, du möchtest dich lieber auf den Stuhl setzen. Der ist bequemer. Michael hat ihn dir extra von drinnen geholt.“

„Jetzt weiß ich, von wem sie das haben“, murmel ich, setze mich aber auf den Thron. Mit samt Kind am Bein und allem. Und … es ist viel bequemer.

„Thea, ich will dich ja nicht ärgern, aber ehrlich, bist du dir sicher, dass es keine Zwillinge werden?“ fragt Cindy vorsichtig.

Ich lache. „Ich bin mir gar nicht sicher. Ich glaub auch, dass es Fünflinge werden oder ein Babyelefant. Aber meine Frauenärztin ist felsenfest überzeugt, dass ich nur ein Baby bekomme. Sie wundert sich aber auch über meinen Umfang.“

„Naja“, meint Stuart, „die potentiellen Väter sind ja auch Riesen.“

„Ich bin ja schon froh, dass du mich nicht als Elefanten bezeichnet hast“, grinst Will und schlägt Stuart lachend auf den Rücken.

„Du bist nicht rund genug“, lacht Stuart. „Die Mutter dagegen …“

„Sehr witzig. Hackt nur immer auf den Schwangeren rum.“

Miranda zieht mich an sich und küsst mich auf die Wange. „Lass dich nicht ärgern, Thea-Mädchen. Deinen Jungs wird das Lachen noch vergehen, wenn sie dich erst mal im Kreißsaal erleben.“

Ich schaue verlegen zu ihr. „Ich hab da vielleicht eine Kleinigkeit vergessen, zu erwähnen.“

„Und die wäre?“ fragt sie prüfend.

Ich schaue Will hilfesuchend an, der mir selbstverständlich sofort beisteht. „Das wird ’ne Hausgeburt, Mom.“

Sie schaut mich entsetzt an. „Wie bitte?“

„Ja“, sage ich einfach nur.

„Thea-Mädchen, was, wenn was passiert?“ fragt Robert nach.

„Es wird nichts passieren“, antwortet Matt. „Und es ist ja auch nicht so, dass wir das alleine machen. Es werden zwei Hebammen da sein und Theas Frauenärztin.“

„Ich weiß nicht, Süße“, fängt jetzt auch Cindy an.

Tom mischt sich ein. „Lasst uns das nicht diskutieren. Ihr könnt euch denken, dass wir alles getan haben und tun werden, um es so sicher wie möglich zu machen. Der Grund für Theas Idee ist natürlich der, dass sie uns alle drei dabei haben will, und zwar ohne das Gefühl zu haben, dass irgendjemand unsere Beziehung nicht gutheißt. Die Ärztin und die Hebammen wissen Bescheid. Ich denke, ich spreche da auch für Will und Matt. Wir wollen nicht, dass am Tag der Geburt noch Extrastress auf Thea wartet.“

Matt und Will nicken beide. Was war das für eine Plackerei, sie davon zu überzeugen, dass eine Hausgeburt genau das Richtige für uns ist. Sie haben sich natürlich Sorgen gemacht. Über alle Maßen, mehr als nötig. Aber so sind sie eben. Natürlich weiß ich auch, dass es ein Risiko ist, zumindest, wenn nicht alles nach Plan läuft. Meine Ärztin ist aber sehr zufrieden mit mir, sieht keinerlei Probleme. Und wenn doch etwas passiert, dass auf Komplikationen schließen lässt, ist die Hausgeburt natürlich sofort abgeblasen. Ich hatte tolle Argumente, aber ganz ehrlich, manchmal sind sie der Logik einfach nicht zugetan. Ich mein, wirklich. Sie sind die intelligentesten Menschen, die ich kenne, jeder auf seine Weise, aber trotz allem können sie manchmal so dumm sein. Das geht auf keine Kuhhaut.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass zumindest Will gehofft hat, dass er nicht mit dabei sein muss. Vielleicht tue ich ihm Unrecht, bestimmt sogar, aber er wird immer so ein bisschen blass um die Nase, wenn wir über die Geburt sprechen. Er war meine Begleitung zum Geburtsvorbereitungskurs, natürlich haben sie darum gepokert. Und immer mal wieder musste er sich wahrlich zusammenreißen, um nicht ohnmächtig zu werden. Mein starker Kerl.

„Dir ist bewusst, dass wir dich alle besuchen kommen werden?“ fragt Cindy.

„Mom“, sagt Tom warnend.

„Was denn?“ fragt sie unschuldig. „Wir lieben Thea.“

„Ja, wir auch, deswegen werden wir sie auch vor euch beschützen“, grinst Matt.

Nora stupst ihm gegen den Arm. „Vor uns braucht sie nicht beschützt werden, wir sind ihre Familie! Und wir haben ein Anrecht darauf, sie zu sehen. Und meinen ersten Enkel.“

„Ihr könnt sie ja auch alle sehen“, meint Tom, „aber ihr dürft sie nicht erdrücken.“

Ich lache leise, was sie alle drei zum Lachen bringt.

„Ich sehe durchaus die Ironie meiner Aussage“, meint Tom belustigt.

„Dann ist ja gut“, erwidere ich.

Irgendwann kommt Abby aus dem Haus und hat Robbie auf dem Arm. Als er mich sieht, streckt er seine kleinen Ärmchen nach mir aus. Ich wusste wirklich nicht, dass Kinder mich so lieben. Sally ist total verrückt nach mir. Wenn ich da bin, ist selbst Abby abgemeldet. Ich hatte ja immer so ein bisschen Angst vor Kindern. Die beiden haben sie mir genommen. Wenn ich mit ihnen umgehen kann, ohne sie zu zerbrechen, wird mir das auch mit meinen eigenen Kindern gelingen, oder? Oder?

Abby setzt mir Robbie auf den Schoß und küsst mich auf die Wange, bevor sie meinen Bauch tätschelt. Und da kickt er. Gott! Unser Sohn bewegt sich ständig und trotzdem ist es immer noch wie ein kleines Wunder, wenn ich ihn spüre. Ich nehme Robbies Hand, lege sie auf die Stelle, und er verzieht fasziniert das Gesicht, als der nächste Tritt kommt.

„Ich will auch“, ruft Sally und steht von meinem Fuß auf.

Ich nehme ihre Hand und lege sie ebenfalls auf meinen wohlgerundeten Bauch. Sie quietscht vor Überraschung, als sie die Bewegungen spürt.

„Das ist dein Baby?“ fragt sie beinahe ehrfürchtig.

Ich nicke. „Das ist Rusty Bennet.“

„Von wegen, Baby, das ist Rocko King“, grinst Will.

„Haha, ihr liegt beide total falsch. Das ist Matthew Baker Junior.“

Ich lache, weil sie alle so einen Knall haben.

„Nee, Wolfgang Maria Andrews“, ertönt Toms Stimme.

Und wieder einmal grölt der ganze Tisch. Sally schaut mich verwirrt an.

„Keine Sorge, Süße, deine Onkel sind nur ein klein wenig verrückt. Das Baby hat noch keinen Namen.“

„Habt ihr euch denn zumindest auf den Nachnamen geeinigt?“ fragt Robert nach.

Sie alle drei Murren als ich sage: „Rusty Baker Bennet.“

„Wieso Baker?“ fragt Cindy nach.

„Weil Matt am Besten beim Poker bescheißen kann“, grinst Will. Matt streckt ihm seine Faust hin und Will schlägt ein.

„Wird es auch mal ein Andrews-Baby geben?“ fragt sie noch mal nach und Tom zischt schon wieder „Mom!“

„Kommt drauf an“, antworte ich wahrheitsgemäß.

„Worauf?“

Ich grinse. „Ob es wirklich stimmt, dass man die Schmerzen der Geburt vergisst. Eventuell tue ich mir das kein zweites Mal an.“

Die Mütter an diesem Tisch bekommen alle ein wenig glasige Augen und betrachten ihre Babys, die teilweise schon selber Babys haben. Ach, meine verrückte Familie. Ich liebe sie. Erwähnte ich das schon?

Der Abend ist wie immer wunderschön. Es gibt Fisch für die Nichtschwangeren und Pute für mich, dazu Rosmarinkartoffeln, jede Menge grünes Gemüse, ganz gesund, und zum Nachtisch gibt es Schokoladenpudding mit Vanillesauce. Eigentlich sollte es Mousse au Chocolat geben, aber da ist ja rohes Eiweiß drin. Als würde das irgendjemand riskieren mit dem neusten Clanerben in meinem Bauch.

Irgendwie hat das Schwangersein auch etwas für sich. Mir wird im Grunde jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Von allen, aber meine Jungs übertrumpfen sich natürlich beinahe gegenseitig. Ob sie Fleißkärtchen erwarten?

Als wir zurückfahren, bin ich so müde, dass ich auf dem Beifahrersitz einschlafe. Matt trägt mich in mein Bett, zieht mich aus, was ich nur so im Halbschlaf mitbekomme, und legt sich dann hinter mich. Seine Arme schließen sich um mich und ich kuschel mich gegen meinen Teddybär.

„Will?“ rufe ich leise. Und dann noch einmal etwas lauter. „Will?“

Ich höre nichts. Verdammt. Wo ist er denn? „Will!“

Er erscheint in der Tür. „Hast du gerufen, Baby?“

Ich nicke. „Ich glaub, es geht los.“

Er wird kreidebleich. „Jetzt schon? Doch erst in einer Woche.“

„Soll ich Rusty eine eMail schicken, dass er zu früh dran ist?“ gifte ich ihn an. Blöder Spinner.

„Nicht aufregen, Baby. Gib mir deine Hand.“ Er zieht mich von meinem Stuhl, aber irgendwie sind meine Beine ein bisschen schlapp und er nimmt mich auf die Arme. Er trägt mich nach oben in mein Zimmer. Hier ist schon alles für die Geburt vorbereitet. Er legt mich sanft auf meinem Bett ab. Es ist mit einem Nässeschutz ausgestattet, aber trotzdem ganz bequem. Das macht wahrscheinlich auch die Decke, die noch drauf liegt. Es fühlt sich jedenfalls nicht an, als würde ich auf Plastik liegen.

Will setzt sich mit seinem Handy neben mich, greift nach meiner Hand und beginnt unsere Liste abzutelefonieren. Zuerst die Ärztin, die die Hebammen verständigt, dann Matt und Tom, danach das Krankenhaus, damit dieses im Fall der Fälle auch bereit ist. Was man alles mit Geld erreichen kann, denke ich mal wieder.

Ich spüre wieder diesen ziehenden Schmerz, aber noch lässt er sich gut aushalten. Will schaut auf die Uhr, ganz der Analytiker.

„Legst du dich zu mir und kuschelst mit mir?“ frage ich.

Er legt sich hinter mich, zieht mich in seine Arme. Küsst sanft meinen Hals, streichelt meinen Bauch.

„Ich hab ein bisschen Angst“, flüstere ich.

„Ich auch“, antwortet er und zieht mich noch enger an sich.

„Wird alles gutgehen?“ frage ich.

Er nickt. „Ich lass nicht zu, dass dir was passiert, Thea.“

„Wenn es heißt, ich oder das Baby, dann musst du …“

„Vergiss es!“

„Will …“

Er greift an mein Kinn, dreht meinen Kopf zu sich um und schaut mir in die Augen. „Thea, ernsthaft. Dir wird nichts passieren. Dem Baby wird nichts passieren. Und wenn doch, dann wähle ich dich. Immer nur dich.“

Ich schüttel den Kopf. „Nein, unser Baby.“

Er küsst mich auf die Lippen, nicht sanft, sondern hart genug, um mir zu zeigen, dass er immer mich wählen würde. Mir kommen die Tränen. Er wischt sie sanft weg.

„Ich könnte ohne dich nicht leben.“

Die nächste Wehe setzt ein. Will tastet nach seinem Handy. „Dreiundzwanzig Minuten.“

Als erstes ist Tom Zuhause. Er war auf einer Baustelle in Tiburon, nicht so weit weg von hier. Wir hören ihn die Treppen hochhetzen und ich kicher leise, was Will mit einem amüsierten Knurren beantwortet.

„Wir sind halt auch aufgeregt, Baby“, grinst er.

„Jaja, meine super Bad Boys sind totale Softies.“

Tom kommt in mein Zimmer, Haare verwuschelt, besorgten Ausdruck auf dem Gesicht. Alles, was ich denken kann, ist, hmmh, lecker. Und das ist weit mehr als ich in den letzten Monaten gedacht habe. Kommt meine Libido etwa doch wieder aus ihrem Versteck? Ganz schlechtes Timing.

Er setzt sich aufs Bett, greift nach meiner Hand, küsst mich zärtlich auf die Lippen. „Alles klar, Thea, meine Thea?“

„Ja, alles klar, Tommy“, lächel ich ihn an.

„Wie weit sind die Wehen auseinander?“ fragt er Will.

„Dreiundzwanzig Minuten.“

„Dann haben wir ja noch Zeit. Ich koch Kaffee und bin dann gleich wieder da, Baby.“ Er küsst mich noch mal, bevor er die Treppe wieder runtergeht. Die Haustür öffnet sich wieder und Matt nimmt die Stufen im Dauerlauf.

„Alles okay, Babe?“ fragt er und küsst mich.

Ich nicke. „Alles okay, Matty.“

„Wie weit sind die Wehen auseinander?“ fragt er Will.

„Dreiundzwanzig Minuten.“

Ich komme mir vor, wie in einem Sketch, und muss lachen. Sie schauen mich verständnislos an, aber ich winke ab. Hätte man dabei sein müssen.

Das Lachen vergeht mir, als die nächste Wehe kommt. Stärker dieses Mal, aber immer noch auszuhalten. Will schaut wieder auf sein Handy. „Siebzehn Minuten.“

Uups. Ich lege meine Hände auf meinen Bauch und streichel ihn. In meinem Kopf sage ich unserem Baby, dass es rauskommen kann, weil nur Menschen da sind, die ihn abgöttisch lieben werden, die immer für ihn da sein werden, die nie aufhören werden, seine größten Fans zu sein.

Ich hatte immer ein bisschen Angst davor, Kinder zu haben. Als sie anfingen mir zu sagen, dass unsere Reise auf diesen Punkt jetzt zusteuert, bin ich doch ein wenig panisch geworden. Aber ich hatte in den vergangenen neun Monaten Zeit, mich mit all dem auseinanderzusetzen, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass bald ein kleines Wesen bei uns wohnen wird.

Und ich liebe ihn. Ich liebe ihn so sehr, es ist kaum auszuhalten. Mein Baby. Noch nicht einmal gesehen und doch hat er schon ein riesiges Stück meines Herzens in seinen Händen. So schnell habe ich mich nicht mal in seine Väter verliebt. Und das war schon rasant.

Es wird wohl Zeit, sich einen Namen auszusuchen. Rusty ist nur Spaß, oder so. Ich hoffe, Will meint Rocko auch nicht ernst. Und Matt hab ich schon gesagt, ein Junior wird es nicht. Toms Favorit wurde schon von uns allen gevetoed. Wolfgang Maria. Der hat manchmal echt einen Knall.

„Ich hab einen Namen“, sage ich plötzlich. Sie schauen mich gespannt an. „Micah.“

Sie überlegen beide, aber ich sehe, dass ihnen der Klang auch gefällt. Micah Bennet. Klingt super.

Tom kommt wieder ins Zimmer und setzt sich zu uns. „Wie findest du Micah?“ fragt Matt ihn.

Er überlegt kurz. „Klingt cool. Heißt das, wir haben jetzt einen Namen und müssen unseren Sohn nicht mit ‚Hey, Dude’ empfangen?“

„Micah Bennet“, grinse ich.

Sie grummeln alle drei. Sind nicht wirklich zufrieden damit, dass ich mich durchgesetzt habe und unsere Kinder meinen Namen haben werden.

Dann grinst Will plötzlich. „Es gibt also doch jemanden, der besser beim Poker bescheißen kann als Matt.“ Er hält mir seine Hand zum Abklatschen hin, was ich tue. Sie grinsen alle drei.

Es klingelt an der Haustür und Tom läuft nach unten. Zurück kommt er mit zwei Hebammen, die so gar nicht aussehen, wie man sie sich vorstellt. Ich dachte immer an resolute Frauen, die auch einem Stier den Hals brechen könnten. Aber die beiden hier sind hübsch, freundlich, jung. Die eine hat einen tollen Hintern fällt mir auf. Und die andere ist ganz eindeutig Matts Beuteschema, klein, blond, dicke Titten.

Ob das wohl jede Schwangere in den Wehen denkt? Ich grinse.

„Was denkst du schon wieder, Baby?“ fragt Will.

„Ach …“

„Nein, sag! Wenn du so reagierst, muss es was Tolles sein. Also, raus mit der Sprache“, grinst jetzt auch Tom.

Glücklicherweise gehen die beiden Hebammen gerade nach draußen. Die eine holt heißes Wasser oder so. Das braucht man doch, nicht?

„Okay, ich hab gedacht, dass die eine einen Superhintern hat und die andere total Matts Typ ist.“

Sie zucken alle drei mit den Schultern. „Ist mir nicht aufgefallen, aber wenn du möchtest, kann ich gleich mal ihren Hintern auschecken“, meint Will amüsiert.

Ich schaue ihn ein wenig sprachlos an, aber bevor ich was sagen kann, setzt die nächste Wehe ein. Ich beiße die Zähne aufeinander. Die ist heftiger als die anderen. Kann ich eigentlich von diesem Vertrag hier noch zurücktreten?

„Dreizehn Minuten“, gibt Will bekannt.

Es klingelt und ich höre die Haustüre gehen. Kurz darauf erscheint meine Ärztin in meinem Zimmer, lächelt mich an, fragt, wie es mir geht, wie weit die Wehen auseinander sind. Dann wirft sie einen Blick aufs … hmmh … Spielfeld und teilt mir mit, dass es noch ein bisschen dauern kann. Auf meinen verständnislosen Blick sagt sie, dass der Muttermund erst zwei Zentimeter geöffnet ist. Matt sieht ein bisschen grünlich um die Nase aus.

„Und wie haben Sie das festgestellt?“ fragt Will interessiert.

„Ich hab nachgefühlt“, antwortet sie.

„Es ist also eine Schätzung“, stellt er fest.

Sie schüttelt den Kopf. „Wenn Zeige- und Mittelfinger passen, dann sind das etwas zwei Zentimeter.“ Sie hält beide Finger hoch. „Wenn ich das Victoryzeichen machen kann, sind es vier.“ Sie öffnet ihre Finger leicht. „Und wenn ich die Finger weit spreizen kann, sind es acht.“ Sie zeigt uns auch das.

„Das kann man tatsächlich so genau fühlen?“ fragt Will neugierig.

„Sie können es ja ausprobieren“, meint die Ärztin und er springt auf.

„Untersteh dich!“ rufe ich und presse die Beine zusammen.

Er grinst mich an. „Komm schon, Baby, das ist doch nichts Neues für dich.“

„Haha, sehr witzig. Bleib weg von mir!“ befehle ich. So weit kommt es noch, dass er an mir rumfummelt, um seine wissenschaftliche Neugier zu befriedigen.

Die Ärztin, Melissa Collins übrigens, lacht. „Da haben Sie Recht, Thea. Würde mir auch so gehen.“

Als sie kurz den Raum verlässt, fragt Tom: „Was hat sie gemeint?“

Ich seufze. Männer. Ehrlich, halten sich für die Krone der Schöpfung und haben doch keine Ahnung. „Ich will, dass eure intimen Berührungen geschehen, weil ich euch anmache, nicht, weil ihr wissen wollt, wie weit mein Muttermund geöffnet ist.“

„Es geht doch beides“, meint Will.

Ich schüttel den Kopf. „Nein, es wird ja sowieso schon ein traumatisches Erlebnis für euch, da musst du nicht auch immer noch daran denken, wie sich mein Muttermund anfühlt, wenn wir sexy time haben.“

„Boah, ich hoffe auf unglaublich viel sexy time in der Zukunft“, lacht Tom.

Will streichelt sanft meinen Kopf. „Okay, verstehe, Baby. Kein Rumgeeken, wenn es um deine Muschi geht.“

Ich haue gegen seinen Arm. „Du Blödmann.“

„Ich hab schon ein bisschen Angst“, gesteht Matt plötzlich. Wir schauen ihn alle drei an. „Ich mein, sie kann sich ja ohne Schmerzen kaum zügeln, zu fluchen, wie wird das erst, während der Wehen?“

Das bringt uns zum Lachen. „Wenn du mir den Mund verbietest, schmeiß ich dich raus“, stelle ich klar.

„Das wird natürlich nicht passieren, Babe“, grinst er. „Du hast doch einen Freifahrtschein.“

Ich schaue ihn zufrieden an und er schüttelt traurig den Kopf. „Es wird furchtbar werden, oder?“

Ich grinse und nicke. „Oh ja, ich werd so fluchen, dass dir deine entzückenden Öhrchen klingeln.“

„Fuck.“

„Du sagst es.“

Und dann kommt die nächste Wehe. Nur noch zehn Minuten auseinander. Aber wenn der Muttermund noch geschlossen ist … o, Gott, das bedeutet eine lange, lange Nacht. Und es ist gerademal drei Uhr nachmittags.

Zehn Stunden lang kommen alle zehn Minuten Wehen und der Muttermund hat sich immer noch nicht wirklich weitergeöffnet. Nicht einmal die vier Zentimeter haben wir bisher geschafft. Meine Jungs sind prima, sorgen dafür, dass es mir so gut wie möglich geht. Aber ich könnte sie gerade auf den Mond schießen! Nicht nur, dass sie mir das hier angetan haben. Naja, eigentlich nur einer von ihnen und wenn ich den jemals erwische! Sie können froh sein, dass ich es nicht weiß! Dieser Arsch! Sie sind auch noch nervig! Ihre ganze liebevolle Art geht mir unglaublich auf den Geist!

Jedes mal, wenn sie mich Babe oder Baby nennen, will ich ihnen am Liebsten eine Bratpfanne über den Kopf ziehen. Aber ich habe diese Worte an diesem Tag auch schon viel zu oft gehört. Und dann auch noch unsere Familie! Jede halbe Stunde ruft jemand an, um zu fragen, wie es mir geht. Als Julia anrief, ist mir der Kragen geplatzt und ich hab ihr eine Litanei an Flüchen über den Atlantik geschickt. Meine Jungs haben mich angesehen, als wären mir Hörner gewachsen. So haben sie mich noch nie erlebt, und ich mich auch nicht.

Nach weiteren zehn Stunden bin ich endlich bei vier Zentimetern und habe schon echt keinen Bock mehr. Das dauert mir hier viel zu lange. Wer hatte noch mal die Idee mit der natürlichen Geburt? Hätte ich doch mal lieber einen Termin für einen Kaiserschnitt gemacht.

„Boah, ich geh jetzt“, sage ich zum wiederholten Mal. Sie nehmen das schon gar nicht mehr ernst. Gemein.

„Okay, Baby“, meint Tom.

„Schmier dir dein Baby in die Haare“, fauche ich.

„Wie du meinst, Baby.“

Es ist doch zum Mäusemelken! Wie kann der denn so ruhig bleiben?

Nach verdammten 30 Stunden kommen die Wehen alle fünf Minuten und sie sind mittlerweile so heftig, dass ich beschließe, das Matt das nächste Baby austrägt.

„Okay, Thea, wir sind fast da. Acht Zentimeter. Sie machen das sehr gut“, erzählt mir Melissa Collins. Ihr würde ich auch gerne ein paar Takte sagen, aber sie hat mich ja nicht in diese missliche Lage gebracht, stattdessen funkel ich Tom an, der mich voller Liebe anlächelt. Kotz, würg.

Ich muss dieses Baby aus mir rausbekommen, sonst laufen mir alle Väter weg. Wie gut, dass ich drei habe, sonst stände ich jetzt bestimmt schon alleine da.

„Thea, wir öffnen jetzt die Fruchtblase“, teilt sie mir dann mit und ich denke, ach ja, in Filmen platzt die doch immer in den unmöglichsten Fällen.

„Platzt sie nicht eigentlich von alleine? Ist das ein schlechtes Zeichen?“ fragt Will.

Melissa lächelt. „Nein, keine Sorge. Nur in einem von zehn Fällen platzt sie vorher, in den anderen neun während der Wehen oder eben, wenn man sie öffnen muss. Alles in Ordnung.“

Er sieht ein bisschen erleichtert aus und ich greife nach seiner Hand. Er schaut mich liebevoll an und ich lächel zurück, bevor sich die nächste Wehe anmeldet.

„Verfickte Scheiße, ihr blöden Wichser! Ich werd mich so rächen!“ schreie ich und zerdrücke Wills Hand, der das stoisch erträgt. Wie gut, dass er nicht mehr so häufig im Labor steht und seine Hände nicht wirklich braucht.

Dann spüre ich einen Schwall Flüssigkeit aus mir schießen. Ich weiß, dass es etwa 800ml sind, aber es fühlt sich doch stark nach zehn Litern an. Boah, wie ekelig. Da kommt die nächste Wehe und ich könnte sie alle klatschen! Diese blöden Arschwichser!

Ich quäle mich Stunde um Stunde, bin schweißgebadet. Will, Matt und Tom auch. Sie haben alle schon einmal ihre Klamotten gewechselt und waren duschen. Sie sehen müde aus. Geschieht ihnen recht. Momentan werden meine Gefühle zwischen zwei Extremen hin und her geworfen. Entweder hasse ich sie abgrundtief, weil sie mir das angetan haben, oder ich liebe sie abgöttisch, weil ich sie seit 36 Stunden beschimpfe und sie immer noch hier sind.

Die beiden Hebammen bereiten alles für die Geburt vor. Sie glauben also, dass es bald losgeht. Wird auch mal langsam Zeit, muss ich sagen. Ich hatte schnellere Bedienung erwartet.

„Okay, Thea, wenn die nächste Wehe kommt, dann können Sie pressen“, wird mir gesagt. Und pünktlich wie ein Uhrwerk kommt sie da auch. Ich presse, beiße die Zähne aufeinander, gebe irgendwelche nichtschönen Laute von mir, würde mich ja fragen, ob sie mich jetzt nicht mehr als sexy Thea, sondern nur noch als Mommy-Thea sehen, kann aber auch gerade nicht so wirklich Gebrauch von meinem Gehirn machen. Erst mal muss ich überleben. So sieht es aus. Überleben.

„Sie machen das gut, Thea, jetzt noch einmal.“

Mein Gott, wie lange dauert es denn? Es ist ja nicht wirklich eine Wassermelone durch ein Nadelöhr, das kann doch nicht so wahnsinnig lange dauern? Wehe um Wehe presse ich oder auch nicht, je nachdem, was mir die beiden Schwestern des Teufels sagen. Ich will echt nicht mehr, ich kann auch nicht mehr. Ich quäle mich hier schon seit fast 40 Stunden. Das kann doch nicht normal sein!

„Thea, kommen Sie, noch ein letztes Mal, dann haben wir es. Das Köpfchen ist schon zu sehen.“

Wenn die mich verarschen, kriegen sie Ärger, beschließe ich und sammel noch einmal alle meine Kräfte. Als die Wehe kommt, presse ich so stark wie ich kann. Die eine Hebamme hilft mit, indem sie auf meinen Bauch drückt. Das macht es irgendwie nicht besser.

„Halten Sie Ihre Hände so“, sagt sie zu Will. Als das Baby aus mir gekrochen kommt, landet es in Wills Händen. Sein Gesichtsausdruck ist Gold wert. So ehrfürchtig und liebevoll und stolz und emotional. Ich sehe, wie sich eine Träne aus einem Augenwinkel löst. Die Hebamme entfernt den Schleim aus dem Mund und mein Baby beginnt zu atmen.

„Legen Sie ihn Thea auf die Brust“, weist sie ihn an. Man sieht ihm an, dass er ihn eigentlich nicht mehr loslassen will.

Ein bisschen schleimig, ein bisschen blutig liegt Micah dann auf meiner Brust. Mir kommen die Tränen, weil er so perfekt ist, so unglaublich perfekt. Will küsst mich auf die Schläfe, Matt streichelt meine Wange, Tom hält noch immer meine Hand. Ich bin so überglücklich, mein Baby. Mein Micah.

„Perfekt, oder?“ flüstere ich und sehe nur in strahlende Gesichter.