Fragen ist Gold

In den letzten Jahren habe ich jede Menge Fragen für Blogs und Co. beantwortet. Viele Fragen wiederholen sich natürlich, weil jeder wissen möchte, wann das nächste Buch erscheint. In einem Interview (ich weiß leider nicht mehr von wem das kam! Vielleicht siehst du das und meldest dich, damit ich dich noch verlinken kann) wurde ich gefragt, welche Frage würdest du gerne mal beantworten.

Da mein Gehirn ein Defragmentierungsprogramm braucht, weiß ich auch meine Antwort nicht mehr. Aber ich habe seit dem immer mal wieder darüber nachgedacht. Und so richtig, weiß ich es immer noch nicht, aber ich habe beschlossen, mich selbst zehn Dinge zu fragen, die ich bisher noch nie in einem Interview beantwortet habe! Und wenn ich die Fragen selber stelle, heißt das wahrscheinlich, dass ich sie auch beantworten will. Oder?

  1. Warst du ein Streber? – Nein. Ich hab immer genug gemacht, um nicht sitzen zu bleiben (auch wenn ich jedes Jahr einen blauen Brief in Latein bekommen habe), aber nicht genug, um an der Spitze zu sein. Das hat sich auch an der Uni nicht geändert. Dabei kann ich mich in ein Thema so richtig verbeißen, kann recherchieren bis ich tot umfalle, wenn mich etwas interessiert, nur … Schule hat mich eben nie interessiert. Und trotzdem habe ich Abitur und einen Uniabschluss. Manchmal siegt der Verstand doch über die Faulheit 😉
  2. Was ist das beste Geschenk, was du je bekommen hast? – Als ich zwölf war, hat mir meine Mama meine erste Spiegelreflexkamera geschenkt. Davor und danach habe ich noch viele tolle Geschenke bekomme, und vielleicht waren auch noch bessere dabei, aber die Kamera hat meine Leidenschaft zur Fotografie geweckt. Fotografin war auch immer einer der Berufe, die in meiner persönlichen Top 4 waren (neben Autorin, Ärztin und Journalistin).
  3. Was war der beste Urlaub, den du je gemacht hast? – Als ich vierzehn war, war ich mit meiner Schwester und meinem Vater für zwei Wochen in Irland. Wir haben in einem kleinen Haus im Wald gewohnt und nebenan war der Stall für unsere Pferde. Da war mein Pferdemädchenherz zufrieden!
  4. Glaubst du an die große Liebe? – Ja.
  5. Was sollen andere über dich sagen? – Dass ich verrückt, aber liebenswert bin.
  6. Können Liebesromane die Welt verändern? – Ich mache mir keine Illusionen über meine Reichweite. Ich weiß, dass ich kein Millionenpublikum erreiche, aber ich finde, das wir alle das kleine bisschen an Chancen, das wir haben, nutzen sollten, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Ich verflechte immer die Dinge, die mir selbst wichtig sind, in meinen Geschichten. Toleranz. Anti-Diskriminierung. Feminismus. Ich glaube, das wir mit jeder Entscheidung für unsere Romane auch ein Statement abgeben für das, was wir für wichtig halten. Und ich werde jede Möglichkeit nutzen, die ich habe, um andere Menschen vielleicht zum Nachdenken und vielleicht auch zum Umdenken anzuregen.
  7. Mit wem würdest du gerne mal zu Abend essen? – Also, abgesehen von all meinen Freunden und meiner Familie würde ich gerne mal mit JK Rowling zu Abend essen. Ich weiß, wenn es weiter nichts ist … Aber ich glaube, das das ein großartiges Gespräch wäre, weil diese Frau nicht nur fantastische Bücher schreibt, sondern auch noch ein so toller Mensch ist. Nicht nur, dass sie für die Dinge einsteht, an die sie glaubt, sie ist dabei auch einfach total classy! Und letztens habe ich gelesen, das sie die einzige Person ist, die jemals wieder von der Forbes-Liste der Milliardäre geflogen ist, weil sie so viel gespendet hat. Außerdem würde ich sie natürlich zu ihrem Schreiben ausfragen. Hey, als würdet ihr die Chance nicht nutzen …
  8. Welche Bücher hast du am häufigsten gelesen? – Ich war ja schon immer eine Leseratte. Früher bin ich einmal in der Woche in die Bücherei gegangen, um mir neue Bücher auszuleihen. Immer einen ganzen Stapel. Die Erwachsenen haben mich angesehen, als wäre ich verrückt. Siehe 5. Anfangs waren es hauptsächlich Pferdebücher, aber später war es dann alles. Ich glaube, ich war zehn, als ich auf Anne auf Green Gables gestoßen bin. Und ich hab diese Bücher so sehr geliebt, dass ich meinen Eltern die Ohren vollgejammert habe, dass ich sie auch selbst besitzen muss! Weil sie die besten sind, wurde ich erhört. Diese Bücher habe ich immer und immer wieder gelesen. Auch als Erwachsene noch. Aber sonst bin ich kein Wiederholungstäter. Ich lese lieber was Neues, als etwas zum zweiten Mal.
  9. Wie hoch war dein Puls bei der ersten Veröffentlichung? – Ganz normal. Ich hab nicht damit gerechnet, das irgendjemand mein Buch findet, daher war ich auch nicht aufgeregt.
  10. Wann kommt dein nächstes Buch? – Bald. Ich weiß, ich bin gemein …

Signatur