Über das Lesen

Ich lese. Viel. Aber wenn ich schreibe, kann ich nicht lesen, weil mich das ablenkt. Ich muss dann erst das Buch beenden oder die Reihe und dann ist das Buch so toll und man muss noch ein neues von der Autorin lesen … Ein Teufelskreis. Daher kann ich nicht lesen, wenn ich schreibe.

Stattdessen schaue ich dann Serien oder Filme, weil sie mich nicht so gefangen halten, wie ein Buch, und ich leicht aufhören kann. Aber ich merke immer wieder, dass das genau das Problem ist. Sie halten mich nicht gefangen. Ich habe kein Problem, zehn Stunden ein Stück zu lesen, aber vierzig Minuten nichts zu tun, um eine Folge zu schauen, geht irgendwie nicht. Daher habe ich immer mein Handy in der Hand, checke Facebook, Twitter, Instagram … Aber da tut sich auch nie was … Naja, jedenfalls war mir dann immer langweilig. Kennt ihr das? Oder bin ich die Einzige?

Granny Squares sind gerade total im Trend. Es ist dieser Patchwork-Stil, den es in allen möglichen Formen gibt. Hier ein Link für jede Menge Anleitungen: Nadelspiel

Jetzt habe ich allerdings die Lösung gefunden. Ich häkele. Und dann auch noch Granny Squares. Das ist so uncool, dass es schon wieder cool sein könnte … Oder?
Früher habe ich eigentlich mehr gestrickt, aber Häkeln ist so viel schneller (kommt auf das Muster an, meine Stola mit Spitze geht auch nicht schnell) und es beschäftigt mich. Mir ist dann nicht mehr langweilig. Ich häkele gerade einen Bettüberwurf mit ca. fünf Millionen Quadraten, jedenfalls kommt es mir so vor. Aber diese kleinen Einheiten sind praktisch, weil man nach ein paar Minuten (oder 30) etwas geschafft hat. Das Quadrat ist beendet und man kann sich wieder dem Schreiben widmen.

Hier mal ein paar Bilder von meinen Granny Squares für meinen Bettüberwurf (ich habe 64 und brauche 400. Ich hab meine Mama schon rekrutiert, um beim Vernähen zu helfen ;-)):

Seid ihr auch dem Häkelwahn verfallen? Mir macht es Spaß, mir ist nicht langweilig und ich habe nicht mehr ständig das Handy in der Hand.