Über das Lachen

Als ich noch in meinem alten Job gearbeitet habe, war ich einmal bei der Kommunalen Gesundheitskonferenz eingeladen. Ich kann mich an nichts mehr erinnern, nur an eine Sache: In den Pausen gab es Lachyoga.

Erst einmal hörte sich das seltsam an, weil man sich dabei so lächerlich vorkommt. Man muss einfach so schallend anfangen zu lachen. Am Anfang ist das natürlich gespielt, aber weil alle es gleichzeitig machen, und dabei auch so übertriebene Gesten machen, muss man wirklich anfangen zu lachen. Aber es hat schon ein bisschen Überwindung gekostet, sich vor Fremden, die man auch noch in einem professionellen Umfeld kennengelernt hat, ein wenig zum Narren zu machen.

Aber ich habe eine wertvolle Lektion gelernt: Die Kraft der Vorstellung ist riesengroß. Alleine, das man so getan hat, das man lacht, hat bewirkt, das der Körper das tatsächlich geglaubt hat. Man hat mehr Sauerstoff aufgenommen, wurde wacher und lebendiger, hat Muskelgruppen bewegt, die bei einem Seminar den ganzen Tag schlafen.

Natürlich stehe ich jetzt nicht jeden Tag lachend vor dem Spiegel (auch, wenn das wahrscheinlich niemanden überraschen würde), aber diese Übung funktioniert auch im Kleinen. Wenn man den Mund zum Lächeln verzieht, schüttet das Gehirn Glückshormone aus. Und wer kann sich die entgehen lassen?

Ich glaube sowieso, dass wir alle viel mehr Lachen sollten. Zum einen ist es laut Audrey Hepburn der beste Kalorienverbrenner und zum anderen finde ich, dass man niemals so schön ist, wie beim herzhaften Lachen. Manche Menschen haben ein Lachen, das einen so mitreißt, dass man selber lachen muss (meine Mama zum Beispiel).

Und ich finde, darum geht es doch. So viele Momente wie möglich zu finden, in denen man lachen kann. Tränen kommen von alleine, für Lachen muss man arbeiten.