Über Kiva

Eigentlich wollte ich heute über etwas anderes Schreiben, aber heute morgen habe ich eine Email bekommen, die meinen Plan umgeschmissen hat.

Vor ein paar Wochen habe ich von Kiva erfahren. Man kann über diese Plattform Mikrokredite an Menschen leihen, die sie für den Ausbau ihres Geschäfts brauchen. Ich habe Frauen in aller Welt Kredite gegeben, die eine brauchte Geld, um ihr Nähgeschäft zu erweitern, die andere brauchte mehr Hühner etc. Und eine habe ich ausgewählt, weil sie einen Pupusas-Shop in El Salvador eröffnen wollte.

Der Grund, warum ich ausgerechnet sie ausgewählt hatte, war, dass ich 2008 in El Salvador war, und über Nacht in einem kleinen Ort geblieben bin, um dann am nächsten Tag nach Honduras zu reisen. In meinem Lonely Planet-Reiseführer stand drin, dass man unbedingt Pupusas essen muss, und unbedingt in diesem kleine  Restaurant am anderen Ende der Stadt. Also bin ich da hingelaufen.

Es war ein kleiner Raum aus Holz, überall standen Plastikstühle, die so aussahen, als würden sie zerbrechen, wenn man sich setzt. Aber ich fand es großartig. Und dann habe ich Pupusas gegessen. Das sind meist mit Bohnenmus und Käse gefüllte Maisfladen, die auf einer Art Grill gebraten werden. Dazu gibt es dann Krautsalat und Tomatensoße.

Das ist jetzt mehr als acht Jahre her und sie sind mir als einiges der wenigen Gerichte im Gedächtnis geblieben, weil sie so lecker waren. Danach musste ich im Dunkeln zurücklaufen, aber nicht mal das fand ich schlimm nach dieser Leckerei.

Warum ich das erzähle? Weil ich heute Morgen die erste Mail von Kiva bekommen habe, dass ein erster Teil des Kredits zurückgezahlt wurde, nämlich von der Frau, die Pupusas macht. Und das hat mich sehr gefreut.

Falls ihr auch Mikrokredite vergeben möchtet, könnt ihr euch bei Kiva informieren, aber man kann z.B. auch bei World Vision Mikrokredite vergeben.